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Die Qual, der Wal

Was bringt einen bloß dazu, freiwillig 140,– NZD (rund 60,– Euro) zu zahlen, um mit einem kleinen Schiffernakel zehn Meilen auf den Pazifik über einen hunderte Meter tiefen Graben, wo meterhohe Wellen das Boot zum Schaukeln bringen, zu schippern? Ganz einfach: Wal-Beobachtung!

Auf dieses Abenteuer habe ich mich heute in Kaikoura eingelassen. Gottseidank war mein Frühstück schon über vier Stunden her, und ich habe vorher Pillen gegen Seekrankheit genommen (ein Hoch auf Ingwer!), sodass mein Wal-Erlebnis nicht, wie mein Reiseführer schreibt, "in den Tiefen eines Speibsackerls verloren gegangen ist" (gut, der Reiseführer formuliert auf Englisch etwas vornehmer). Trotzdem war es eine anstregende Fahrt für meinen empfindlichen Magen.

Kaikoura ist berühmt für seine Walbeobachtungstouren. Unmittelbar vor der Küste gibt es nämlich einen tiefen Unterwassergraben, wo eine Strömung das Futter für die Wale von unten in die Höhe treibt. Dieses Selbstbedienungsrestaurant lassen sich die Wale natürlich nicht entgehen.

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Pottwal

Wir haben bei der gut zweistündigen Ausfahrt drei Pottwale gesehen, die überraschend lange (mehrere Minuten) an der Oberfläche verbracht haben. Andererseits, sie sind üblicherweise rund eine Stunde unter Wasser – nach so langer Zeit braucht man einfach ein wenig, bis man wieder genug Sauerstoff im Blut hat.

Ein wenig habe ich ja auch gehofft, bei dieser Bootsfahrt auf Delphine zu stoßen. Einerseits gibt es nämlich in Kaikoura auch die Möglichkeit zum Delphin-Beobachten, und andererseits hat mir ein Schweizer, den ich vor zwei Wochen in einer Herberge getroffen habe, von seiner Walbeobachtung erzählt, wo eine Schule von mehreren Dutzend (!) Delphinen das Boot einige Zeit lang begleitet hat. Uns war das leider nicht vergönnt.

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Kaikoura Ranges

Für kurze Zeit habe ich dann auch noch die Gegend um Kaikoura genossen. Es ist nämlich nicht so, dass nur der Meeresboden steil abfällt – auch das Land steigt steil empor und bildet die Kaikoura Ranges.

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