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Heaphy & Hippie

Die letzten vier Tage bin ich in einer Hippie-Jugendherberge untergekommen. Ich habe mich zumindest soweit von der Atmosphäre dort anstecken lassen, dass ich die ersten eineinhalb Tage entspannt angegangen bin, und die Zeit in erster Linie mit Faulenzen (und kurzen Spaziergängen an Fluss und Strand) zugebracht habe. Erst gestern war ich, wie schon berichtet, im Oparara Basin, und heute habe ich zumindest eine knapp dreistündige Wanderung am Heaphy Track unternommen.

Eigentlich war für heute ja sogar mehr geplant, aber das Rad-Ausborgen hat leider nicht geklappt: Die Besitzerin des Radverleihs hat die Nachricht nicht bekommen, dass ich heute Früh vorbeischauen wollte, und so hat es einerseits etwas gedauert, bis mir überhaupt jemand aufsperren konnte (im Endeffekt war es der Partner der Angestellten in der Touristeninformation – man merkt also, das ist über einige Ecken organisiert worden), und es waren auch nur zwei Fahrräder fahrbereit, die ich vielleicht vor knapp 20 Jahren noch hätte verwenden können, aber eben nicht mehr bei meiner aktuellen Körpergröße.

So bin ich per Anhalter nach Kohaihai, dem Ausgangspunkt des Heaphy Track, der sich ca. 15 km nördlich meiner Unterkunft befindet, gefahren. Dabei hatte ich gottseidank das Glück, an eine sehr hilfsbreite neuseeländische Familie zu geraten, die dann sogar einen Umweg von sechs Kilometern (in eine Richtung) in Kauf genommen hat, um mich direkt zum Wanderweg zu bringen (Ich weiß, wie unangenehm es ist, neben der Straße entlangwandern zu müssen.).

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Nikau-Palme

Trotz dieses positiven Erlebnisses bei der Hinfahrt habe ich mich sicherheitshalber entschlossen, meine Wanderung so gestalten, dass ich mit dem nachmittäglichen Wanderer-Transport, der täglich um 13:30 Uhr fährt, zurückzukehren, um nicht dort oben zu stranden. So war meine Wanderung mehr ein Spaziergang, denn ich bin nur wenig mehr als eine Stunde in den Park hineingewandert. Auf dem Hinweg habe ich jedoch einen kleinen Abstecher in den Nikau-Palmenwald, der sich gleich am Beginn des Wanderwegs befindet, unternommen. Inmitten dieses dichten Palmenhains wähnt man sich eher in der Südsee denn an der eher für Dauerregen bekannten neuseeländischen Westküste.

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Nikau-Palme

Auch diesen nur kurzen Abstecher in den Kahurangi-Nationalpark habe ich jedoch genossen, denn die Aussichten sind auch auf den ersten Kilometern wirklich großartig – jetzt weiß ich, warum diese ingesamt 82 km lange, vier- bis fünftägige Wanderung unter Kennern so einen guten Ruf genießt.

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Ausblick von Scott's Lookout

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Scott's Beach

Doch auch abseits von Heaphy Track und Oparara Basin habe ich mich hier in Karamea sehr wohl gefühlt: Beispielsweise lädt der kilometerlange Sandstrand gleich neben dem Ort (aufgrund der gefährlichen Strömungen) zwar nicht zum Baden, aber zu einsamen Strandspaziergängen ein. Außerdem tut es manchmal ganz gut, einfach nur mit einem Buch in der Sonne zu sitzen – ich habe ja schließlich Urlaub!

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Lagune von Karamea

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Strand von Karamea

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