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Stavros vs. Bernhard 1:1

Heute habe ich einen Tagesausflug ins nahe Stavros unternommen, weil ich über eine Wanderung im dortigen Naturschutzgebiet gelesen habe. Die ist zwar nicht ganz so verlaufen, wie ich mir das vorgestellt habe, es war aber trotzdem schön.

Ich konnte nämlich leider nicht die Wanderroute herunterladen, und habe daher nur gewusst, dass es zuerst den Berghang recht steil hinauf und dann entlang rund um die felsigen Gipfel gehen sollte. Das erste Problem war schon ein Zaun mit verwittertem Holzschild, auf dem als Einziges ein vermeintliches "M" noch zu erkennen war. Nachdem ich dann am anderen Wegende (gleich ums Eck) ein gleichartiges, aber etwas lesbareres Schild vorgefunden habe, war zumindest klar, dass

  1. das "M" wohl eher ein "Π" war, und
  2. die englische Übersetzung mit Please keep the… begonnen hat.

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Die Hügel von Stavros

Ich habe also vermutet, dass es Please keep the gate closed after walking through oder so ähnlich heißen muss und bin daher schlussendlich weitergegangen. Danach bin ich aber vor der nächsten Herausforderung gestanden: Wo der Weg nach oben geführt hat, hat man wohl gesehen, allein wo er zur Seite entlang des Berghangs abbiegt, war nicht auszumachen. Vielmehr gab es unzählige kleine Wegerln, die sich nach wenigen Metern wieder im Nichts verloren oder in noch kleinere Wegerln aufgespalten haben.

Nach einigem Herumgekraxel (und Genießen der schönen Aussicht von dort oben, siehe Titelbild) habe ich schließlich aufgegeben. Offensichtlich gilt in Griechenland dasselbe wie für Küstenbergwanderungen in Montenegro: Man braucht eine exzellente Karte und/oder Ortskenntnis, um sie zu finden. Immerhin bin ich diesmal nicht plötzlich dem Hintern einer Kuh gegenüber gestanden.

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Küstenwanderweg

Außerdem hatte ich von oben einen guten Blick auf den Weg unten entlang der Küste und konnte so direkt darauf zuhalten. Der hat sich dann als sehr schöne Alternative entpuppt: zwar direkt in der Sonne, aber mit einer angenehmen Brise und dem Tosen des Meeres daneben.

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Küstenwanderweg

Nach einigen Kilometern hat sich auch dieser Weg schließlich verlaufen – allerdings ziemlich genau an der Stelle, an der er auch auf meiner Karte geendet hat. Also bin ich ohne Verdruss zurück in den Ort Stavros spaziert, wo ich mir ein Mittagessen gegönnt habe.

Schließlich habe ich noch erfahren, dass es sich beim Strand von Stavros offensichtlich um den Strand aus "Alexis Sorbas" handelt(*) – und ich Naivling war der Meinung, die Leute kommen einfach zum (Sonnen-)Baden her.


(*) Was auch immer das heißen mag – möglicherweise sollte man den Film gesehen haben, um diese Frage zu beantworten.

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