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Rote Füße und rote Kehlsäcke

Gestern hat meine Galapagos-Kreuzfahrt auf der Eden, einem 16-Passagier-Schiff, begonnen. Unser erster voller Tag hat uns zur nordöstlichsten Insel des Archipels, die als Vogelparadies gilt, geführt: Genovesa.

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Bachas Beach

Bereits gestern Nachmittag haben wir jedoch (noch auf der Hauptinsel Santa Cruz) einen kurzen Stopp in Bachas Beach eingelegt. Dieser Strand hatte die "üblichen Verdächtigen", also Rote Klippenkrabben und Meerechsen, zu bieten – sowie einen einzigen (Quoten-?)Flamingo. Das Schnorcheln vom Strand aus war leider nicht so toll: ähnlich schlechte Sicht wie am Vortag, und noch dazu ohne Schildkröten und Hai.

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Flamingo

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Santa Cruz

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Darwin Bay

Nach einer langen (achtstündigen) Fahrt durch die Nacht (die ich aber überraschend gut überstanden habe) sind wir dann in der Darwin Bay, einer hufeißenförmig von der Insel Genovesa eingefassten Bucht, aufgewacht. Zuerst haben wir die Umgebung des nahen Strands erkundet, rund um den einige der zehntausenden (!) Vögel der Insel nisten. Dabei haben wir auch die drei bekanntesten Arten aus der Nähe betrachten können: den Rotfußtölpel, den Nazcatölpel und den Fregattvogel.

Erster schaut ein bisschen tollpatschig aus, ist aber ein sehr graziler Flieger – und kommt in der rotfüßigen Variante nur in Genovesa vor. Sein Verwandter, der Nazcatölpel, hat zwar keine so schön gefärbten Füße, aber dafür sehr flauschigen Nachwuchs.

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Rotfußtölpel

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Nazcatölpel mit Nachwuchs

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Fregattvogel

Der (männliche) Fregattvogel beeindruckt schließlich in der Paarungszeit (und die ist jetzt gerade) die Weibchen (und auch die Touristen, weiblich wie männlich) mit seinem aufgeblähten roten Kehlsack.

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Gabelschwanzmöwe

Schließlich gibt es noch die Gabelschwanzmöwe, die zumindest mit rosa Füßen und einem roten Ring um die Augen aufwarten kann. Auch Seelöwen tummeln sich mitunter im flachen Wasser, wobei speziell die Jungtiere auch ganz ohne rote Farbe entzücken.

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Seelöwen

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Darwin Bay von den Prince-Philip-Steps

Am Nachmittag haben wir dann den Rand der ehemaligen Kaldera, die nun eben die Bucht bildet, über die Prince-Philip-Steps erkundet (die übrigens nach dem Gemahl von Elizabeth II. benannt sind, weil der sie bei seinen Besuchen 1964 und 1981 erklommen hat). Dort oben haben wir (neben vielen krakeligen Palo-Santo-Bäumen, die nur zwei Monate im Jahre Blätter tragen) noch mehr der lokalen Vogelwelt beobachten können. Außerdem war zu merken, dass die Vögel tatsächlich keine Angst vor Menschen haben – im Gegenteil: Selbst vom Nachwuchs wird man mitunter interessiert beobachtet – oder empört angekrächzt (und fast schon attackiert), wenn man seinem zu Hause zu nahe kommt.

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Nazcatölpel


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Rotfußtölpel (weiße Morphe)

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Tropikvogel

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Abgrund bei den Prince-Philip-Steps

Die Schnorchelausflüge waren dafür tiermäßig leider etwas enttäuschend: Wir haben keine Hammerhaie zu Gesicht bekommen (obwohl die eigentlich in dieser Bucht zu Hause sind). Ein paar Fischschwärme haben wir aber immerhin erspäht; beim dritten Ausflug zu Füßen der Prince-Philip-Steps war es außerdem beeindruckend zu sehen, wie weit sich die steilen Klippen auch unter Wasser noch ebenso steil fortsetzen (nämlich teilweise weiter als man sehen konnte).

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Schwarm von Doktorfischen

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Passer-Engelfisch

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