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Schnorchelnde Briefträger

Heute haben wir der nächsten Insel des Galapagos-Archipels einen Besuch abgestattet: Floreana. Diese Insel ist bekannt fürs Schnorcheln bei Corona del Diablo und (vor allem) für Post Office Bay.

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Post Office Bay

In letzterer haben wir heute als erstes Station gemacht. Zuerst haben wir die Gegend vom Wasser aus erkundet und die vielen Seelöwen (und ein paar Blaufußtölpel) in der Bucht beobachtet. An Land haben wir dann – neben den Überresten einer alten Heringfabrik und eines weiteren Lavatunnels (diesmal teilweise mir Wasser gefüllt) – eben das "Postamt" besucht. Dieses besteht aus einem Fass, in dem man seine (unfrankierten) Postkarten hinterlassen kann. Die ursprüngliche Idee aus dem 18. Jahrhundert war nämlich, dass Seeleute dort ihre Post zurücklassen, die dann vom nächsten Schiff, das an den Bestimmungsort fährt, mitgenommen wird. Heutzutage wird diese Tradition eben von Touristen aufrecht erhalten, die dazu angehalten sind, Postkarten in ihrer Nähe persönlich zuzustellen.

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Das Leben ist hart!

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Blaufußtölpel auf der Jagd

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Post Office Bay

Ursprünglich wollte ich ja nur die eine Karte mit Wiener Adresse mitnehmen, die ich finden konnte, aber dann hat unser Guide gemeint, dass jeder idealerweise mehr als nur eine Karte mitnehmen sollte, um die Stapel an Postkarten, die dort auf Zustellung warten, etwas zu dezimieren – und die wenigsten meiner Mitreisenden haben überhaupt eine Karte in ihrer Gegend gefunden. Daher habe ich auch die beiden Karten, die nach Niederösterreich gehen sollen, an mich genommen. Jetzt muss ich halt in nächster Zeit einmal in die Gegend von Wiener Neustadt.

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Fischschwarm

Beim anschließenden Schnorcheln in der Bucht haben wir dann einige Meeresschildkröten bei ihrem Mittagsmahl beobachten können. Als ich gerade einen kleinen Fischschwarm genauer betrachtet habe, ist plötzlich ein kleiner Galápagos-Pinguin in meinem Gesichtsfeld aufgetaucht. Er ist drei Mal durch den Fischschwarm geschwommen (und hat wohl welche davon verspeist), bevor er wieder verschwunden ist. Kurz darauf hat mich noch kurz ein neugieriger Seelöwe angestarrt. Alles in allem war es ein toller Schnorchelausflug.

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Galápagos-Pinguin

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Seelöwe

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Corona del Diablo

In derselben Manier ist es gleich am Nachmittag weitergegangen: Wir haben nämlich bei der Corona del Diablo (Teufelskrone), einer runden Felsformation (die eben entfernt einer Krone ähnelt) geschnorchelt. Die Strömung ist dort allerdings immens – so stark, dass ich beim Schnorcheln durch den Durchbruch in der Mitte der "Krone" irgendwann gar nicht mehr vom Fleck gekommen bin. Darum habe ich für ein kurzes Stück (wie alle anderen auch, mit Ausnahme unseres zweimaligen Iron-Man-Hawaii-Teilnehmers, der das fragliche Stück sogar gleich zwei Mal durchschwommen ist) das Schlauchboot genommen. Während ich aber im Wasser war, gab es einige bunte Fische, Seesterne und interessante Felsformationen zu sehen, sodass dieser Ort seinen Ruf als einer der besten Schnorchel-Spots von Galapagos durchaus verdient hat.

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Blauer Seestern

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Panamaischer Noppen-Seestern

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Punta Cormorant

Schließlich haben wir noch einen Spaziergang am Punta Cormorant unternommen. Dort bekommt man allerdings keine Kormorane, sondern Flamingos zu sehen. Nachdem sich dort auch ein Brutplatz von Meeresschildkröten befindet (die leider alle in der Nacht schlüpfen, und die man daher nicht beobachten kann), finden sich kurz vor Sonnenuntergang auch schon langsam die Fressfeinde der frischgeschlüpften Schildkrötenbabys ein: Adlerrochen im Wasser und Fregattvögel in der Luft.

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Flamingos

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Blaufußtölpel

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Blaufußtölpel zu Sonnenuntergang

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Fliegender Fisch

Das großartigste Spektakel hat sich aber dann erst (ganz ungeplant) nach dem Abendessen ergeben: Es haben sich Dutzende (!) Galapagos-Haie am Heck des Bootes getummelt. Das Licht des Bootes hat nämlich kleine Fische angelockt, die wiederum fliegende Fische (die ihren Namen übrigens zu recht tragen – unglaublich, wie weit und wie hoch die übers Wasser fliegen können), und letztere wiederum die Haie. In diesem Umfang hat das aber selbst von der Crew noch niemand gesehen – was für ein Anblick!

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