Bereits die erste Station in Bhutan war ein erster Höhepunkt unseres Aufenthalts: das Klosterfest im Paro Dzong.
Schon der Flug von Nepal nach Bhutan war beeindruckend: Kaum haben wir die Wolken durchstoßen, hat sich uns ein fantastischer Blick auf die Sieben- und Achttausender des Himalaja-Massivs geboten. Dank meines Fensterplatzes auf der „richtigen“ Seite des Flugzeuges konnte ich diesen Anblick in Ruhe genießen. Sogar den Mount Everest haben wir zu Gesicht bekommen – ein großartiges Erlebnis!
Auch der Landeanflug auf Paro (wo sich der einzige internationale Flughafen von Bhutan befindet) war spektakulär: Bedingt durch die hohen Berge und engen Täler muss sich die Maschine auf einem gewundenen Kurs nach unten schrauben. Dabei waren wir teilweise so knapp über den Baumwipfeln, dass man sich eher in einer Cessna denn in einem Airbus wähnen könnte. Selbst unmittelbar vor dem Aufsetzen mussten wir noch eine Rechtskurve fliegen – kein Wunder, dass die Piloten eine Zusatzausbildung brauchen, um am Flughafen in Paro landen zu dürfen.
Gleich nach der Landung (sowie Einreise und Koffer-Abholen) ist es zum Paro Dzong, der Festung von Paro, gegangen. Solche Festungen gibt es in jedem der 20 Distrikte von Bhutan. Viele davon wurden im 17. Jahrhundert vom Begründer des heutigen Bhutan, Shabdrung Ngawang Namgyal, als Schutz gegen Invasoren aus Tibet gebaut. Heutzutage dienen sie als Verwaltungsgebäude und Tempel.
Der Paro Dzong war ob seiner Größe ziemlich imposant, und hat und schon einmal einen ersten Eindruck von traditioneller bhutanesischer Architektur erlaubt. Selbst der Verwaltungsteil hat schon sehr nach Tempel ausgeschaut – jedenfalls waren die Innenhöfe auch dort üppig dekoriert. Die Gebetsmühlen an (bzw. fast in) den Wänden haben auch ihren Teil zu diesem Eindruck beigetragen. Der Tempel selbst war dann noch prächtiger, mit bunten Wandbemalungen und goldenen (Buddha-)Statuen.
Noch interessanter als das Gebäude selbst war jedoch das gerade stattfindende Klosterfest (Paro Tshechu), das dort jedes Frühjahr dort gefeiert wird. Dabei kommt die lokale Bevölkerung in bester, traditioneller Festtagskleidung (Gho für Männer und Kira für Frauen) zusammen, um den vorgeführten Tänzen zuzuschauen – und (laut unserem Reiseleiter) gegebenenfalls auch nach einem potentiellen Ehepartner Ausschau zu halten, wofür man sich natürlich von seiner besten Seite zeigen möchte. Aber auch abgesehen davon haben diese Klosterfeste offensichtlich einen hohen Stellenwert, und ziehen viele Bhutanesen aus der näheren (und weiteren) Umgebung an. Trotz dieses Volksfest-Charakters geht es aber (im Gegensatz zu Veranstaltungen wie dem Oktoberfest bei uns) sehr gesittet zu.
Als Tourist hat mir vor allem der Maskentanz sehr gut gefallen, bei dem Mönche mit Tier- und Dämonenmasken einen traditionellen Tanz vorführen. Aber auch die Tänze der lokalen Dorfbevölkerung waren interessant zu sehen – jedenfalls ein sehr gelungener Auftakt zu unserem Urlaub!
![Mt. Everest [Foto]](../../../../wp-content/uploads/2026/03/IMG-1503-360x203.jpg)
![Paro Dzong [Foto]](../../../../wp-content/uploads/2026/03/20260331_120059-360x270.jpg)
![Paro Dzong [Foto]](../../../../wp-content/uploads/2026/03/20260331_120253-360x270.jpg)
![Gebetsmühlen [Foto]](../../../../wp-content/uploads/2026/03/20260331_120301-360x270.jpg)
![Wandmalerei [Foto]](../../../../wp-content/uploads/2026/03/20260331_115736-360x270.jpg)
![Paro Tshechu [Foto]](../../../../wp-content/uploads/2026/03/20260331_123114-360x270.jpg)
![Maskentanz [Foto]](../../../../wp-content/uploads/2026/03/20260331_131036-360x270.jpg)
![Maskentänzer [Foto]](../../../../wp-content/uploads/2026/03/2026-03-31_IMG-1535-270x360.jpg)