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New York zum Auftakt

Kann es einen besseren Start in meine (zweite) Weltreise geben als ein paar Tage in meiner alten (kurzzeitigen) Studentenheimat New York? „Nur“ 20 (!) Jahre danach (und knappe sechseinhalb nach meinen letzten Besuch) war es an der Zeit herauszufinden, was es Neues zu entdecken gibt.

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Rockefeller Center

Begonnen habe ich allerdings mit Altbekanntem, nämlich mit dem fast schon traditionellen Besuch am Times Square am späten Nachmittag bzw. frühen Abends meines Ankunftstages (inklusive Schlendern über die nahe 5th Avenue), gefolgt von einem frühmorgentlichen Besuch (dem Jetlag sei Dank) in meiner alten „Hood“, Brooklyn Heights – der Nostalgie wegen. Doch bereits beim Ausblick von der Brooklyn Heights Promenade auf Downtown Manhattan hat sich offenbart, was sich in 20 Jahren so alles ändern kann: Während damals die alten, nicht mehr in Verwendung stehenden Piers wie verfaulende Zähne, verlassen und verfallen, in den East River geragt haben, befindet sich dort jetzt eine Parkanlage samt Uferpromenade, der Brooklyn Bridge Park, der sich bei Joggern und Hundebesitzern offensichtlich großer Beliebtheit erfreut. So habe ich die Wolkenkratzer Manhattans im Schein des Sonnenaufgangs auch von dort unten gegossen.

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Downtown Manhattan von der Brooklyn Heights Promenade


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Downtown Manhattan vom Brooklyn Bridge Park

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D.U.M.B.O.

Danach hat mich mein Spaziergang den East River hinauf bis nach D.U.M.B.O. geführt – Down Under Manhattan Bridge Overpass. Dort habe ich auch das ikonische Foto (mit Backsteingebäuden beiderseits der Straße, die den Brückenpfeiler der Manhattan Bridge einrahmen) geschossen, das anscheinend unbedingt zu einem Besuch dieses Teils von Brooklyn dazugehört.

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World Trade Center

Von dort ist es dann über die Brooklyn Bridge nach Downtown Manhattan gegangen, vorbei an Oculus und dem neuen World Trade Center zur Wall Street und dem Battery Park (mit Blick hinüber zur Freiheitsstatue). Als auffälligste Änderung verglichen mit meinem Besuch vor sechs Jahren sind mir die (wie ich glaube) immer restriktiveren Absperrungen, Barrieren, Zäune und dergleichen vorgekommen – es muss ein Albtraum sein, dort als Zusteller unterwegs sein zu müssen.

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Domino Park

Schließlich habe ich mich weiter einem immer wiederkehrendem Thema meines diesjährigen Aufenthalts zugewandt: der Erkundung neuer Parks. Der Domino Park war dabei mehr „Industrial Chic“, aber bei der lokalen Bevölkerung offensichtlich ebenso beliebt wie zum Beispiel der Brooklyn Bridge Park.

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Chrysler Building von SUMMIT One Vanderbuilt

Am späten Nachmittag habe ich mir dann eine Aussichtsterasse kombiniert mit einer Kunstinstallation gegönnt: Der SUMMIT One Vanderbilt bietet großartige Ausblicke von der 42. Straße (direkt neben Grand Central), zum Beispiel aufs nahe Chrysler Building. Gleichzeitig gibt es auch im Gebäude selbst einiges zu entdecken, wie zum Beispiel „Transcendence“: einen komplett verspiegelten Saal (inklusive Boden und Decke), sodass man praktisch in jeder Blickrichtung die umliegenden Wolkenkratzer sehen kann.

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Transcendence

Der Raum „Affinity“ hat für mich schließlich im Vorfeld am Witzigsten geklungen: Dieser ist nämlich mit vielen silbrigen Ballons gefüllt, die (so scheint es auf Fotos) langsam durch den Saal schweben. In Wirklichkeit war es aber ein ziemliches Chaos, denn der durchschnittliche Tourist ist anscheinend ein dreijähriges Kind, das wahllos auf jeden Ballon eindrischt. So habe ich mich eher an der Aussicht auf Manhattan ergötzt als mich lange ins Getümmel zu werfen.

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Affinity

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Hudson Yards von SUMMIT One Vanderbuilt

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Hunter’s Point South Park

Der nächste Morgen war dann dafür wieder entspannter: Ich musste den (nicht ganz so neuen) Gantry Plaza State Park und den (ziemlich neuen) Hunter’s Point South Park zu Sonnenaufgang wieder nur mit Joggern und Hundebesitzern (und einer Handvoll Touristen) teilen – und das bei einer absolut grandiosen Aussicht auf Midtown Manhattan. Bei den Parks selbst galt wiederum erneut das Motto „Industrial Chic“ – schließlich handelt es sich um ehemalige Industriegebiete, die lange brach gelegen und nun revitalisiert wurden.

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Gantry Plaza State Park


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Midtown Manhattan

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The Vessel

Nachdem ich mich am dortigen Ausblick satt gesehen habe, habe ich die neuen Hudson Yards erkundet. Dort gibt es mit The Vessel eine sehr imposante, wabenartige Struktur aus vielen Treppen, die aber derzeit leider geschlossen ist (angeblich wegen zu vieler Selbstmörder). Doch auch von unten weiß die Architektur zu beeindrucken, nicht zuletzt (auch) dank der umliegenden Wolkenkratzer.

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High Line

In unmittelbarer Nachbarschaft beginnt dann auch der (recht neue) High Line Park. Den größten Teil davon kenne ich zwar schon von meinen letzten Besuch, doch es gibt auch ein paar neue Teile bzw. neue Kunstinstallationen, wie etwa den „Old Tree“, einen sehr farbintensiven Baum einer Schweizer Künstlerin, der sich inmitten der urbanen Umgebung überraschend gut macht. Altbekanntes wie die Wohnungen mit Badewanne mit direktem Blick auf die High Line konnte ich auch wieder entdecken – nur dass mittlerweile die meisten Wohnungen dicke Vorhänge haben. Was es dann noch für Vorteile bringt, eine Wohnung mit großen Glasfronten mit Blick auf den Park zu haben, sei allerdings dahingestellt.

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"Old Tree"

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Blick von der High Line

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Little Island

Den Abschluss meines Park-Reigens hat dann die künstliche Insel Little Island gebildet, die auf Dutzenden blumenartigen Stützen im Hudson River ruht. Leider bekommt man von der (durchaus beeindruckenden) Bauweise fast nichts mit, wenn man sich im Park selbst befindet. So bleibt der Blick vom Pier auf die Insel der imposanteste.

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Central Park

Abgeschlossen habe ich meinen New-York-Aufenthalt dann wieder sehr „klassisch“: Central Park, Times Square und eine Broadway-Show („The Book of Mormon“, ein sehr amüsantes Musical über die Abenteuer von Mormonen-Missionaren in Afrika).

Heute geht’s dann schon weiter auf die nächste Etappe – meine Füße freuen sich schon auf das Sechs-Stunden-im-Flugzeug-Sitzen statt weiter viele Kilometer über Asphalt zu marschieren.

2 Gedanken zu „New York zum Auftakt“

  1. Ich hinke zeitlich zwar ein bisserl hinterher, aber zumindest *einen* Kommentar zu deiner Weltreise 2023/2024 muss ich auf jeden Fall hinterlassen, bevor ich mich später ärgere es nicht gemacht zu haben und bevor ich noch mehr in Verzug gerate…
    Als jemand der wirklich „Ich war noch niemals in New York…“ singen könnte und das Grün dem Grau meistens vorzieht, hat mich dein Bericht mit Fokus auf die (neuen) grünen Oasen des Big Apples sehr gefreut.
    Bei „The Vessel“ musste ich rein optisch an den Baumwipfelpfad am Grünberg beim Traunsee denken, und, dass mir da noch nie der Gedanke gekommen ist, dass es dort übermäßig Probleme mit Selbstmördern geben könnte.
    Und, gestern hab ich in einer TV-Serie tatsächlich was gesehen, was ich kurz zuvor auf einem Foto hier gesehen habe und mir gedacht, „Moment, das kenn ich, das muss in New York sein…“, es war der „Transcendence“-Saal des „SUMMIT One Vanderbilt“ 😀

    1. Und ich hinke mit der Antwort auf deinen Kommentar hinterher, also gräme dich nicht. 😉

      Möglichweise ist es in New York halt doch für ein paar Menschen zu viel Grau (auf der Seele) und zu wenig Grün(e Hoffnung), was am Traunsee vielleicht nicht so ein Problem ist? Aber stimmt schon, wo runterspringen könnte man woanders auch.

      Aber freut mich, dass du das hier gewonnene Wissen schon „anwenden“ konntest, wenn auch „nur“ beim Fernschauen. 🙂

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