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Schwarzenberger-Schloss in Frauenberg

An meinem letzten Tag in Südböhmen habe ich einen Ausflug nach Frauenberg (Hluboká nad Vltavou) unternommen, um mir das dortige Schloss anzusehen, das bis zur Verstaatlichung im Jahre 1947 für fast 300 Jahre der Schwarzenberg-Familie gehört hat.

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Schloss Hluboká nad Vltavou

Das (ursprüngliche) Schloss ist sogar noch älter: Bereits im 13. Jahrhundert wurde dort eine Burg errichtet. Diese wurde jedoch drei Mal von Grund auf umgestaltet: Ende des 16. Jahrhunderts zu einem Renaissanceschloss, zu Beginn des 18. Jahrhunderts in ein Barockschloss, und schließlich Mitte des 19. Jahrhunderts im Stile von Schloss Windsor, weil der damalige Schlossherr nach einer Reise nach England von ebendiesem Schloss anscheinend so begeistert war.

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Schlosspark

Diese letzte Variante ist also jene, die man heutzutage besichtigen kann. Nachdem das Schloss als eines der schönsten von Böhmen gilt, ist es bei Besuchern durchaus beliebt – aber offensichtlich vorwiegend bei Einheimischen, denn die erste nicht-tschechische Führung hat es erst zur Mitte des Vormittags gegeben. So habe ich die Zeit bis dahin für die Erkundung des recht umfangreichen Schlossparks genutzt. Dabei wirkt dieser (abgesehen von der unmittelbaren Umgebung rund ums Schloss) gar nicht so wie ein Schlosspark, sondern vielmehr wie ein gepflegter Wald – auf jeden Fall gut geeignet für einen Spaziergang.

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Schlossturm

Die Führung durchs Schloss war dann durchaus interessant, auch wenn mir ob der vielen Schwarzenbergs bald ein wenig der Kopf geschwirrt hat. Auch haben manche der Räume eindrucksvoll demonstriert, wie sehr man einen ohnehin nicht gut ausgeleuchteten Raum mit einer dunklen Holzvertäfelung noch dunkler wirken lassen kann – aber prunkvoll haben sie schon gewohnt, diese Schwarzenbergs! (*)

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Schloss Hluboká nad Vltavou

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Schloss Hluboká nad Vltavou

Kurz vor der Führung hatte ich schon entdeckt, dass man gegen einen (nicht ganz so) kleinen Obolus auch den Turm des Schlosses besteigen kann, und so habe ich das zum Abschluss dann auch noch gemacht. Der Rundblick über die Umgebung war wirklich fantastisch. Nachdem ich diesmal noch näher dran war, konnte ich auch wieder die dampfenden Kühltürme vom Kernkraftwerk Temelín erspähen – so hat sich dann auch der Kreis zum Beginn meines Kurzurlaubs geschlossen.

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Blick vom Schlossturm auf Zámostí (links) und Hluboká nad Vltavou (rechts)


(*) Leider kann ich aufgrund des Fotografierverbots im Gebäudeinneren keine Bildnachweise anbieten.

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