Die letzte Station meines Bhutan-Aufenthalts war dieselbe wie die erste: Paro. Auch diesmal ist dort wieder ein wirklicher Höhepunkt auf dem Programm gestanden.
Bereits am Abend unserer Anreise konnten wir vom Balkon unser (überaus komfortablen) Unterkunft nicht nur den Blick auf den internationalen Flughafen von Paro, sondern auch auf die Stadt selbst, den beleuchteten Paro Dzong und das umliegende Tal genießen – bis hin zu den „angezuckerten“ Berggipfeln am Talschluss.
Heute ist dann die wohl bekannteste Wanderung in Bhutan auf dem Programm gestanden: der Aufstieg zum Tigernest, einem in die Felsen gebauten Kloster. Wir haben recht früh begonnen, um die Massen möglichst hinter uns zu lassen. Trotzdem waren die ersten (indischen) Touristen schon auf Pferden unterwegs hinauf – denn bis ungefährt zur Mitte des Weges kann man sich tatsächlich per Pferd nach oben bringen lassen.
Wir haben aber unsere eigenen Füße verwendet. Dank des gemächlichen Tempo, das unser Reiseleiter vorgegeben hat, war das auch auf den teilweise etwas steileren Wegstücken aber kein Problem. Außerdem waren die hier schon vermehrt blühenden Rhododendron-Bäume ebenso eine willkommene Ablenkung wie die schönen Blicke hinunter ins Paro-Tal.
Nach rund einer Stunde haben wir den Endpunkt der Reit-Route erreicht, wo ein paar kleine und eine große Gebetsmühle schon für das richtige Flair auf dem Weg zum Kloster sorgen. Auch war von dort der erste (einigermaßen freie) Blick auf unser Ziel, das Tigernest-Kloster, seit dem Beginn des Aufstiegs zu erhaschen.
Auf dem weiteren Weg hinauf haben uns mit Moos behängte, knorrige Bäume begleitet, die gelegentlich auch wieder den Blick aufs Kloster freigegeben haben. An meheren Stellen konnten wir auch einen einheimischen Vogel, den Gelbschnabelkitta, beobachten, der vor allem durch seine enorm langen Schwanzfedern zu beeindrucken weiß.
Schließlich haben wir einen zweiten Aussichtpunkt erreicht, wo wir praktisch gleichauf mit dem Tigernest zu ebendiesem hinüberschauen konnten. Von dort war dann endgültig klar, mit wie viel Geschick die Baumeister das Kloster in die Felswand gebaut haben – und wie viel Aufwand das im 17. Jahrhundert bei der ursprünglichen Errichtung gewesen sein muss, so ganz ohne moderne technische Hilfsmittel.
Von dort mussten wir dann nur noch ein Stückchen zu einer Brücke absteigen, die uns auf den Felsen des Klosters geführt hat. Nach dem erneuten Aufstieg auf der anderen Seite haben wir das Kloster (genauer gesagt: vier der elf Tempel) natürlich auch besichtigt. Allerdings gilt dort (wie in jedem Tempel in Bhutan) striktes Fotografierverbot, sodass ich dem geneigten Leser nur die eigene Anreise ans Herz legen kann. Jedenfalls haben wir uns dort (gegen einen kleinen Obolus) von einem Mönch segnen lassen und ein paar Butterlampen entzündet – auch wenn letztere in einem Gebäude mit so viel Holz natürlich doch ein gewisses Feuerrisiko darstellen (und das Kloster bei dadurch verursachten Bränden in der Vergangenheit tatsächlich mehrmals beschädigt wurde).
Beim Abstieg haben wir uns noch bei dem auf ungefähr halben Weg gelegenem Café eine längere Pause gegönnt – nicht nur für eine kleine Stärkung, sondern auch um nochmals die schönen Blicke hinüber aufs Tigernest zu genießen.
Eine etwas umfangreichere Stärkung hat danach im Rahmen eines letzten „Luxus-Picknicks“ auf uns gewartet: Im Schatten einer kleinen Stupa war ein Tisch samt Tischdecke und mit Stoff verkleideten Sesseln für uns aufgebaut, und wir konnten an einem kleinen Buffet aus einigen verschiedenen Gerichten wählen.
Am Nachmittag war dann noch Zeit für einen kleinen Stadtbummel in Paro. Am Abend haben wir noch ein letztes Mal die typische bhutanesische Küche in einem kleinen Restaurant in der Stadt genossen, das wir alleine wohl nicht gefunden hätten – ja, wohl nicht einmal als Restaurant identifiziert hätten. Zum Glück war seine Auffindbarkeit umgekehrt proportional zum Wohlgeschmack der Speisen, sodass es ein würdiger Abschluss unserer Bhutan-Reise war.
Am Heimweg zum Hotel haben wir dann noch einen letzte Stopp beim abendlich beleuchteten Paro Dzong gemacht, wo unsere Reise ja achteinhalb Tage zuvor begonnen hat – so hat sich der Kreis also wieder geschlossen.
![Paro [Foto]](../../../../wp-content/uploads/2026/04/20260407_184223-360x270.jpg)
![Start der Wanderung zum Tigernest [Foto]](../../../../wp-content/uploads/2026/04/20260408_073954-360x270.jpg)
![Paro-Tal [Foto]](../../../../wp-content/uploads/2026/04/20260408_081024-360x270.jpg)
![Wanderung zum Tigernest [Foto]](../../../../wp-content/uploads/2026/04/20260408_082553-270x360.jpg)
![Wanderung zum Tigernest [Foto]](../../../../wp-content/uploads/2026/04/20260408_083812-360x270.jpg)
![Wanderung zum Tigernest [Foto]](../../../../wp-content/uploads/2026/04/20260408_113244-360x270.jpg)
![Gelbschnabelkitta [Foto]](../../../../wp-content/uploads/2026/04/20260408-magpie-270x360.jpg)
![Tigernest [Foto]](../../../../wp-content/uploads/2026/04/20260408-taktshang-360x270.jpg)
![Blick vom Café zum Tigernest [Foto]](../../../../wp-content/uploads/2026/04/20260408_114311-360x270.jpg)
![Luxus-Picknick [Foto]](../../../../wp-content/uploads/2026/04/20260408_131826-360x270.jpg)
![Paro Dzong [Foto]](../../../../wp-content/uploads/2026/04/20260408_203745-360x270.jpg)