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Hanoi zum Ersten

Nach einer (etwas rumpeligen, sonst aber bequemen) Nachtzugfahrt bin ich mittlerweile in Hanoi, der Hauptstadt Vietnams, angekommen. Bevor es morgen in die Halong-Bucht geht, habe ich ein wenig die Stadt erkundet.

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Ngoc-Son-Tempel

Das Zentrum der Stadt bildet der Hoan-Kiem-See und die nördlich davon gelegene Altstadt mit ihren engen Gässchen. Auf einer Insel im See findet man den Ngoc-Son-Tempel, der aber tatsächlich mehr durch seine Lage als seine ausgesprochene Schönheit punktet.

Die Gassen der Altstadt sind (fast) alle nach den Gütern benannt, die dort früher praktisch ausschließlich verkauft wurden. Jede der 36 Handwerkergilden hatte (im 15. Jahrhundert) nämlich ihre eigene Gasse. Heute ist die Unterscheidung etwas aufgeweicht, aber es gibt noch immer Anhäufungen von z.B. Juwelieren in der einen und Schuhgeschäften in der anderen Straße.

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Röhrenhaus

Ein weiteres Kennzeichen für die Straßen der Altstadt sind die sogenannten Röhrenhäuser: Weil sie Grundsteuer nach der Länge der Straßenfront bemessen wurde, sind die meisten Häuser lang und schmal, mit zahlreichen Innenhöfen, sodass der Eindruck von vielen kleinen, hintereinander aufgefädelten Häusern entsteht.

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Sankt-Joseph-Kathedrale

Natürlich gibt es aber auch hier wieder dem französischen Kolonialeinfluss, wie man etwa an Opernhaus oder Kathedrale erkennen kann.

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Literaturtempel

Den Nachmittag habe ich jedoch wieder mehr fernöstlicher Thematik gewidmet, nämlich ein paar Tempeln. Begonnen habe ich mit dem Konfuzius gewidmeten Literaturtempel. Dieser 1070 gegründete Tempel hat eine wichtige Rolle für Literatur und Bildung in der vietnamesischen Geschichte gespielt; heute dient er nur noch der Verehrung Konfuzius‘ (und als Touristenattraktion, natürlich).

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Literaturtempel

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Ho-Chi-Minh-Mausoleum

Danach wollte ich eigentlich weiter zur Ein-Säulen-Pagode. Als ich in deren Nähe gekommen bin, war ich der Meinung, dass ich einfach den Touristenströmen folgen muss – und bin so in die Sicherheitskontrolle für den Zugang zum Ho-Chi-Minh-Mausoleum geraten. Also habe ich mir den großen Betonklotz auch noch (von außen) angeschaut. Anscheinend wird auch jeder (süd-)ostasiatische Tourist, dessen man habhaft werden kann, dorthin gekarrt – ganz schön viel Personenkult für einen Toten, der eigentlich verbrannt werden und seine Asche auf drei nicht zu nennenden Hügeln in Nord-, Zentral- und Südvietnam verteilt haben wollte.

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Ein-Säulen-Pagode

Es war aber trotzdem ganz gut, dorthin zu gehen, denn die Ein-Säulen-Pagode befindet sich auch in dem durch Sicherheitskontrollen abgesperrten Bereich. Sie war jedoch nahezu ähnlich unspektakulär wie das Mausoleum: Der grünlich-braune Tümpel, in dem sie steht, und die Betonsäule, auf der sie ruht, zerstört etwas das idyllische Bild.

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