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Wandern mit den Schwarzen Hmong

Schön langsam geht mein Vietnam-Urlaub zu Ende. Mein letztes Ziel war die Bergwelt rund um Sapa, wo ich (geführt von einer Einheimischen aus der lokalen Volksgruppe, der Schwarzen Hmong) zwei Tage lang durch die Reisfelder (und ein wenig durch den Schlamm) gewandert bin.

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Die Berge von Sapa

Es hat sich offensichtlich ausgezahlt, mit meinem Ausflug auf Wetterbesserung zu warten: Während es am Tag vor meiner Ankunft noch ziemlich kalt und regnerisch war, hat uns leichte Bewölkung und Sonnenschein begrüßt. So war die Wanderung über die von Reisfeldern gesäumten Hänge ein Genuss – wenn auch teilweise etwas rutschig, da der Boden noch nicht vollständig aufgetrocknet ist.

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Reisfelder

Für diesen Zweck haben uns aber noch „Freundinnen“ unserer Führerin begleitet, um uns an den besonders rutschigen Stellen zu assistieren. Nachdem es aber weniger Begleiter als Touristen waren, waren manche von uns öfters auf sich allein gestellt, darunter auch ich. So gesehen ist mein einmaliger Griff in den Schlamm gar keine so schlechte Bilanz.

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Lao Chai

Ich habe ja vermutet, dass unsere Begleiterinnen für diese Hilfe ein kleines Trinkgeld erwarten, doch sie haben sich als noch geschäftstüchtiger erwiesen: Bei der Ankunft im Dorf Lao Chai zum Mittagessen haben sie uns umringt und aus ihren am Rücken getragen Körben Handarbeiten (bestickte Geldbörsen, Umhängetaschen, Polsterbezüge, etc.) hervorgezaubert. Da ist man praktisch gar nicht darum herumgekommen, etwas zu kaufen – mitunter sogar mehrfach, denn kaum hat man von der ersten etwas gekauft, kommt die nächste daher und beschwert sich, warum man denn von der ersten und nicht von ihr kaufe, wo sie einem doch auch geholfen habe. Kurz und gut, ich bin da in relativ kurzer Zeit relativ viel Geld los geworden (zumindest für vietnamesische Verhältnisse).

Nach dem Mittagessen war die Assistenz nicht mehr notwendig, da es über Schotterwege ins nächste Dorf weitergegangen ist, wo wir die Nacht in einem Homestay verbracht haben.

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Reisfelder

Am nächsten Tag ist es dann (schon über etwas trockene Wege) wieder inmitten von Reisfeldern (und kurz auch durch einen Bambuswald) noch ein Dorf weiter gegangen, von wo aus wir wieder mit dem Bus in den Hauptort Sapa zurückgefahren sind.

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Sapa-See

Dieser scheint übrigens in erster Linie eine Ansammlung von Hotels und Restaurants zu sein; der See und die Lage inmitten der Berge ist aber sehr hübsch.

Am späten Nachmittag bin ich dann schon wieder (im Luxusbus – was für eine freudige Überraschung) nach Hanoi zurückgekehrt, um am nächsten Tag nach Hause zu fliegen. Schade, doch die Berge von Sapa waren definitiv ein schöner Abschluss meines Vietnam-Aufenthalts.

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