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Ein (un)aussprechend schöner Pass

Und schon wieder eine kurvige Bergstraße! Ich bin wieder der Soča gefolgt, nur diesmal sogar bis über die Quelle hinaus, hinauf auf den Vršičpass. Dieser Pass bildet die Wasserscheide zwischen Soča und Save – und ist eine tolle Region zum Wandern!

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Vršičpass

Bei der Fahrt habe ich mich schon gefreut, dass ich offensichtlich recht früh unterwegs war, weil noch recht wenig Verkehr auf der Passstraße anzutreffen war. Der wenige Verkehr hat allerdings trotzdem gereicht, dass da ein Entgegenkommender dabei war, der gemeint hat, eine schlecht einsehbare Kurve schneiden zu müssen. Wenn ich nicht sofort stehen geblieben wäre, als ich ihn gesehen habe (oder ich auch nur eine Sekunde schneller gewesen wäre), hätte er mich sicher erwischt. (*)

Oben am Pass angekommen, hat sich auch das Rätsel geklärt, wo die ganzen Autos sind: Die haben schon oben geparkt! Ich habe mich dann zwei Kehren unterhalb des Passes auf eine brüchige Beton-/Schotter-Fläche gestellt – aber immerhin komplett außerhalb der Fahrbahn, und nicht in der Wiese. (**)

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Mojstrovka-Massiv

Nach diesen kleinen Startschwierigkeiten konnte ich mich aber meiner geplanten Wanderung zuwenden. Anfangs haben mich die steilen Bergspitzen vor mir ein wenig verunsichert, weil sie mir doch ein wenig gar steil ausgeschaut haben. Gottseidank hat sich dann herausgestellt, dass sich mein eigentliches Wanderziel dahinter befunden hat, und ich sie nur an ihrer Südflanke über den Sattel Vratica umgehen musste.

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Planicatal

Der Anstieg zum Sattel war aber anstrengend genug; es geht nämlich recht steil nach oben. Dafür hat man von oben dann schon eine recht schöne Aussicht. Zuerst beschränkt sich diese auf das umrundete Mojstrovka- und das gegenüberliegende Prisank-Massiv, alsbald öffnet sich aber auch der Blick ins Planicatal.

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Tamartal

Schließlich erreicht man die Sleme-Hochfläche, wo sich vom Sattel Slatnica ein toller Blick ins Tamartal bietet. Von dort steigt man zum eigentlichem Ziel der Tour, der Slemenova Špica auf. Von dort kann man dann sowohl Tamar- als auch Planicatal, sowie das kleine Seitental Mala Pišnica (und in der Ferne wohl auch noch die österreichischen Karawanken) bewundern. Leider ist der Gipfel auch hier etwas eng, sodass ich meine Mittagspause etwas weiter unten auf der Sleme-Hochfläche abgehalten habe.

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Tamartal

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Mala Pišnica

Nach dem Abstieg war es dann auch schon wieder Zeit, ans Weiterfahren zu denken. Ich habe den Pass daher nach Norden, in Richtung Kranjska Gora, verlassen. Auf dieser Seite des Passes sind die Haarnadelkurven übrigens noch mit Kopfsteinpflaster (!) ausgestattet (wie ursprüngliche die gesamte Passstraße) – das muss ein Spaß sein, wenn es regnet!

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Prisojnik

Unterwegs habe ich noch einen Blick aufs Felsenfenster Prednje Okno am Prisojnik geworfen – das ist so groß, dass man es sogar von unten sieht.

In Kranjska Gora bin ich dann ganz ungeplant an zwei Baggerseen vorbeigekommen, wo ich kurzerhand noch einen Stopp eingelegt habe. Zum Baden war mir das Wasser zwar etwas zu frisch, aber für einen gemütlichen Spaziergang und ein Eis hat es allemal gereicht!

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Kranjska Gora


(*) Nachdem mich gestern bei der Heimfahrt vom Soča-Tal bereits nach einer kleinen Kuppe plötzlich zwei Scheinwerfer-Paare nebeneinander angestarrt haben, sodass ich schon mit quietschenden Reifen eine Vollbremsung begonnen habe, bevor sich der Überholende doch noch schnell wieder in seiner Spur eingereiht hat, muss ich schön langsam sagen: Die spinnen, die slowenischen Autofahrer!

(**) Bei meiner Rückkehr von der Wanderung hat sich dann herausgestellt, dass ich mir nicht so viel hätte antun sollen: Überall dort, wo ich mich nicht getraut habe, mich hinzustellen (weil dann das halbe Auto noch in die Fahrbahn geragt hätte), haben Autos geparkt.

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