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Aktiv(er) (auf dem) Vulkan

Es hat sich doch noch ein kleines Sonnenfenster aufgetan, das ich gleich für einen Ausflug auf den Ätna genutzt habe. Dabei habe ich mich natürlich gleich ganz hinauf zu den Gipfelkratern begeben – wenn schon, denn schon!

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Erster Blick auf den Ätna

Im Vorfeld habe ich lange hin- und herüberlegt, ob ich lieber eine Tour von der touristischeren Südseite (die dafür auch abseits der Gipfelkrater interessanter sein soll) oder der weniger touristischen Nordseite buchen soll. Im Endeffekt hätte ich mir dieses Kopfzerbrechen ersparen können, denn obwohl ich eine Tour von der Südseite gebucht habe, musste ich zur Nordseite fahren, denn aus Sicherheitsgründen werden Gipfelbesteigungen von der Nordseite aus durchgeführt. (*) Gottseidank war meine Unterkunft von beiden möglichen Startpunkten ungefähr gleich weit entfernt (weil ich die nämlich schon gebucht habe, bevor ich die Entscheidung über den Startpunkt meiner Tour getroffen habe).

Bereits bei der Auffahrt zum Treffpunkt in Piano Provenzana (auf rund 1.800 Metern Höhe) und auch vom Parkplatz dort war der Blick hinauf zum Ätna recht beeindruckend. Danach sind wir noch mit einem Geländebus mit Allradantrieb auf knapp 3.000 Meter Seehöhe hinaufgeschippert worden, durch eine Mondlandschaft von Vulkangestein, immer wieder gespickt mit Kratern ̫ und tief unter uns das Wolkenmeer über dem Meer.

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Blick von Piano Provenzana auf den Ätna

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Fahrt auf den Ätna

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Blick hinauf auf den Ätna

Der Gipfel des Ätna war aber großteils frei – nur vom Vulkan selbst ausgespuckte Gaswolken haben immer wieder einmal den Blick getrübt. Wir sind dann langsam über dunkles Vulkangestein nach oben gestapft. Je näher wir den Gipfelkratern gekommen sind, desto mehr ist dann auch ein schwefeliger Geruch in der Luft gehangen. Direkt unterhalb des Voragine-Kraters (der übrigens für den jüngsten Ausbruch im August 2026 verantwortlich war) sind dann überall rund um uns die Rauchschwaden aufgestiegen, und an der Flanke des Vulkankegels konnten wir sie im Wind davonziehen sehen – ein beeindruckendes, wenn auch etwas übelriechendes Schauspiel!

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Aufstieg auf den Ätna

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Blick in Richtung Voragine-Krater

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Bocca Nuova

Dementsprechend schnell sind wir dann weitergezogen, um den Doppelkrater von Bocca Nuova dann von der windaufwärts gelegenen Seite in Ruhe inspizieren zu können (siehe auch Titelbild). Die (teilweise knall-)gelben Schwefelablagerungen haben mich dabei ganz besonders fasziniert.

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Südostkrater des Ätna

Schließlich haben wir die Bocca-Nuova-Krater noch weiter umrundet, um noch einen Blick auf den Südostkrater zu werfen, der bis vor wenigen Jahren der höchste Punkt des Ätnas war (aber im Jahr 2024 vom Voragine-Krater übertroffen wurde, weil der durch die damaligen Ausbrüche so stark gewachsen ist).

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Lavafluss von August 2026

Schließlich haben wir wieder den Rückweg angetreten, wobei wir einen etwas anderen Weg gewählt und bis auf rund 2.800 Meter Seehöhe abgestiegen sind. Unterwegs haben wir noch eine Spalte gesehen, die sich auch erst im August 2026 gebildet hat, und einen rund 600 Meter langen Lavakegel zur Folge hatte. Entlang desselben sind wir dann auch abgestiegen – teilweise mehr schlitternd als gehend, was so manchen Touristen an die Grenzen gebracht hat.

Schließlich hat uns leider die immer höher steigende Wolkendecke eingehüllt, sodass es eigentlich ein Wunder war, dass unser Guide noch gewusst hat, wohin wir gehen müssen. Knapp bevor uns dann der Allradbus wieder abgeholt hat, hat aber die Wolkendecke doch noch einmal aufgerissen und uns einen letzen Blick auf den Gipfel des Ätnas erlaubt – schön war’s!

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Piano delle Concazze im Nebel

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Blick vom Piano delle Concazze auf den Ätna


(*) Nachdem uns unser Guide dann vom Gipfel aus auf eine von Süden aufsteigende Gruppe aufmerksam gemacht hat, und auch auf meine detaillierteren Fragen über die Unterschiede von Süd- und Nordseite nicht erwähnt hat, dass ein Aufstieg von Süden nicht möglich wäre, vermute ich eher, dass sie einfach mehr Buchungen für die Nordseite hatten, und nicht zwei Touren veranstalten wollten.

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