Die letzte Woche meines Malta-Aufenthalts verbringe ich auf Gozo. Daher ist heute eine erste Erkundung der zweitgrößten Insel Maltas auf dem Programm gestanden, und zwar vorwiegend der nördliche Teil der Insel: die Ġgantija-Tempel und die Küste rund um Marsalforn.
Zuerst einmal musste ich aber nach Gozo kommen. Dafür habe ich mich für Gozo Highspeed entschieden, die auch Fährverbindungen von Sliema (und damit gleich „ums Eck“ meiner alten Unterkunft) nach Gozo anbieten – zwar mit Zwischenstopp in Bugibba, und damit einer etwas längeren Fahrzeit als von Valletta, aber dafür habe ich mir die mühsame Busfahrt in die Stadt erspart.
Leider ist mir erst auf der Fähre eingefallen, dass es ja nicht ausreicht, dass ich mir früh genug ein Fährticket besorgt habe, um nicht von den ganzen Tagesausflüglern ausgebremst zu werden: In Gozo war ich ja wieder auf den öffentlichen Bus angewiesen – genauso wie viele der Tagesausflügler auch. Überraschenderweise habe ich (als Letzter in der Schlange!) noch den ersten Bus nach Victoria, der Hauptstadt der Insel erreicht. Dort musste ich erst einmal mein Großgepäck loswerden. Gottseidank hat sich da meine Internet-Recherche ausgezahlt, und das Eisgeschäft neben dem Busbahnhof hat tatsächlich eine Gepäckaufbewahrung angeboten – zwar erst ab 11:00 Uhr, weil sie da erst aufsperren, aber immerhin.
Dann war es endlich Zeit für meinen ersten Programmpunkt: die Ġgantija-Tempel. Dabei hat es sich (wieder einmal) um megalithische Tempel aus dem Neolithikum gehandelt. Als erstes wurde ich durch ein kleines Museum geleitet, wo ich gleich vor Ort einige Ausgrabungsstücke besichtigen konnte, darunter die Xagħra-Zwillinge, eine Statue zweier nebeinander sitzenden Personen (benannt nach dem Ausgrabungsort nahe des Tempels), die ähnlich kusntvoll ausgearbeitet ist wie die Sleeping Lady of Ħal Saflieni.
Im Anschluss ging es ins freie zu den (zwei) Tempeln, die wieder beide nach demselben Schema wie die anderen aufgebaut waren: ein zentraler Gang mit halbkreisförmigen Kammern zu beiden Seiten. Zusätzlich waren die beiden Tempel noch von einer gemeinsamen Außenmauer eingefasst, obwohl der zweite erst einige hundert Jahre nach dem ersten errichtet wurde – da wurde offensichtlich groß umgebaut. Leider sind die Tempel schon in recht schlechtem Zustand, und müssen teilweise durch ein Stahlgerüst gestützt werden.
Danach hatte ich die Wahl, auf den Bus nach Marsalforn zu warten oder zu Fuß zu gehen – für beides hat Google praktisch dieselbe Ankunftzeit vorausgesagt. Ich habe mich daher für Letzteres entschieden, in der Hoffnung auf ein paar nette Ausblicke unterwegs. Die haben sich dann zwar in Grenzen gehalten – denn obwohl Gozo deutlich dünner besiedelt ist als Malta, haben sie die Häuser entlang der Straße ziemlich lange hingezogen – aber es war ein netter Spaziergang.
Der Blick hinunter nach Marsalforn war dann auch ein schöner; noch mehr angetan war ich dann aber vom Küstenweg westlich der Stadt: Dort befinden sich nämlich die Xwejni Salt Pans, eine Reihe von Salzgewinnungsbecken. In dieser Gegend wird nämlich bereits seit der Römerzeit Salz gewonnen – und selbst heute werden manche der Becken noch immer bewirtschaftet. Auf jeden Fall war die Wanderung entlang der (von Wellen umtosten) Küste mit Becken unterschiedlicher Form (von rechteckig bist schwungvoll gebogen) und Größe (von vielleicht ein, zwei Metern Kantenlänge bis hin zur Größe eines kleines Schwimmbeckens) ein Erlebnis – und eine außergewöhnliche Skulptur gab es dort auch noch.
Für den Rückweg habe ich mir dann das Wied il-Għasri, eine Meeresschlucht, ausgesucht. Eigentlich war ich ja der Meinung, dass ich den Land-Teil der Schlucht durchwandern kann, aber da habe ich wohl die Wegbeschreibung falsch verstanden: Vor Ort war klar, dass bei den großen Felsbrocken am Schluchtboden kein Durchkommen ist. Der Weg hat dann oberhalb der Schlucht vorbeigeführt.
In weiterer Folge bin ich dann (noch immer zu Fuß) in die Hauptstadt Gozos, Victoria, zurückgekehrt. Nachdem ich schon ab der Mitte des Weges immer wieder die Cittadella, die Zitadelle der Stadt, im Blick hatte, habe ich dann auch noch schnell dort vorbeigeschaut – gerade rechtzeitig kurz vor Sonnenuntergang. Dementsprechend war zwar auch einiges los, aber ich konnte trotzdem recht gut die Blicke auf die Zitadelle selbst und auf fast die gesamte umliegenden Insel genießen.
Meine Wanderroute
![Gozo von der Fähre [Foto]](../../../../wp-content/uploads/2026/11/20261107_095355-360x270.jpg)
![Xagħra-Zwillinge [Foto]](../../../../wp-content/uploads/2026/11/20261107_113555-360x270.jpg)
![Ġgantija-Tempel [Foto]](../../../../wp-content/uploads/2026/11/20261107_123730-360x270.jpg)
![Ġgantija-Tempel [Foto]](../../../../wp-content/uploads/2026/11/20261107_122510-360x270.jpg)
![Blick hinunter nach Marsalforn [Foto]](../../../../wp-content/uploads/2026/11/20261107_130949-360x270.jpg)
![Blick über die Bucht von Marsalforn [Foto]](../../../../wp-content/uploads/2026/11/20261107_133831-360x270.jpg)
![Marsalforn Salt Pans [Foto]](../../../../wp-content/uploads/2026/11/20261107_134624-360x270.jpg)
![Xwejni Salt Pans [Foto]](../../../../wp-content/uploads/2026/11/20261107_141147-360x270.jpg)
![Xwejni Salt Pans [Foto]](../../../../wp-content/uploads/2026/11/20261107_141844-360x270.jpg)
![Xwejni Salt Pans [Foto]](../../../../wp-content/uploads/2026/11/20261107_142153-360x270.jpg)
![Xwejni Salt Pans [Foto]](../../../../wp-content/uploads/2026/11/20261107_142708-360x270.jpg)
!["WIEĦED"-Skulptur [Foto]](../../../../wp-content/uploads/2026/11/20261107_143435-270x360.jpg)
![Wied il-Għasri [Foto]](../../../../wp-content/uploads/2026/11/20261107_150752-360x270.jpg)
![Wied il-Għasri [Foto]](../../../../wp-content/uploads/2026/11/20261107_145844-270x360.jpg)
![Wied il-Għasri [Foto]](../../../../wp-content/uploads/2026/11/20261107_150339-270x360.jpg)
![Cittadella [Foto]](../../../../wp-content/uploads/2026/11/20261107_154251-360x270.jpg)
![Cittadella [Foto]](../../../../wp-content/uploads/2026/11/20261107_155905-360x270.jpg)
![Kathedrale Mariä Himmelfahrt [Foto]](../../../../wp-content/uploads/2026/11/20261107_160150-360x270.jpg)
![Blick von der Cittadella nach Norden [Foto]](../../../../wp-content/uploads/2026/11/20261107_160654-360x153.jpg)