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Sonnenschein in Tsitiskamma

In Storms River und dem benachbarten Tsitsikamma-Nationalpark habe ich mich sehr wohl gefühlt: eine gemütliche Jugendherberge, nette Reisekollegen, eine wunderschöne Landschaft – und Sonnenschein!

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Waterfall Trail

Begonnen habe ich meine Erkundungen noch auf eigene Faust: mit einer Wanderung auf den ersten Kilometern des (mehrtägigen) Otter Trails. Die Tagestour-Variante führt die Küste des Tsitsikamma-Nationalparks entlang zu einem Wasserfall (weshalb dieser Teil des Wanderwegs kreativerweise auch Waterfall Trail genannt wird). Unterwegs kann man die zerklüftet Küste genauer in Augenschein nehmen – teilweise sehr genau, beim Klettern über die Felsen entlang der Küste. Dabei kann man auch die meterhohen Wellen beobachten, wie sie über die der Küste vorgelagerte Felsen krachen. Einmal hatte ich beim Blick in die Wellen auch das Glück, eine kleine Gruppe von Delfinen zu erspähen.

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Küste von Tsitsikamma

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Waterfall Trail

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Guano Cave

Auf halbem Weg zum Wasserfall kommt man an einer (recht tief erscheinenden) Höhle am Strand vorbei. Mangels Taschenlampe (*) habe ich jedoch nur die ersten Meter der Höhle erkundet.

So habe ich mich stattdessen wieder ans Über-Felsen-Kraxeln gemacht, und bin schon bald beim Ziel der Wanderung, eben dem schon erwähnten Wasserfall angekommen.

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Wasserfall am Otter Trail

Nach einer kleinen Pause in der Sonne mit Blick auf den Wasserfall und den Wellen im Rücken habe ich mich wieder auf den Rückweg gemacht. Kurz vor dem Ende (bzw. Anfang) des Wanderweges habe ich zwei Reisekollegen aus meiner Jugendherberge getroffen, von denen einer zuvor noch Bungy-Jumpen war (**). Nachdem

  1. sie danach denselben Wanderweg machen wollten wie ich,
  2. ich versprochen habe, sie wieder in die Herberge mitzunehmen,
  3. ich mein eigentlich geplantes Programm (eine Kajaktour den Storms River hinauf) ohnehin schon gestrichen habe (weil das Kajakfahren wegen der hohen Wellen nicht am Meer sondern erst im Fluss begonnen hätte), und
  4. es eine echt schöne Wanderung war,

habe ich mich ihnen kurzerhand angeschlossen und die Wanderung ein zweites Mal gemacht.

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Hängebrücken

Danach ist noch eine weitere Wanderung im Nationalpark an die Reihe gekommen, die offensichtlich die wesentlich beliebtere ist: klar, man muss nicht über Felsen klettern, sondern kann gemütlich über einen Holzsteg spazieren. So werden anscheinend alle Touristen in der Gegend dorthin gekarrt, damit sie zu den Hängebrücken marschieren können, die an der Flussmündung über den Storms River führen.

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Storms River Mouth

Die Ausssicht auf bzw. von den Brücken ist zwar schon eine schöne, aber ein wenig leidet der Reiz der schönen Landschaft schon an den Touristenmassen – vor allem im Vergleich zu der überhaupt nicht überlaufenen, grandiosen Küstenlandschaft des Waterfall Trail. Trotzdem war es ein wunderschöner Tag im Nationalpark.

Weil es aber auch ein langer Tag war, haben wir nach der Überquerung des Flusses auf den Aufstieg zum Aussichtspunkt verzichtet – ein wenig hat mir das zwar schon leid getan, aber ich habe den doppelten Waterfall Trail schon auch in den Beinen gespürt.

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Radfahren in Tsitsikamma

Nachdem die Gesellschaft beim Wandern durchaus eine nette war, habe ich heute den Vorschlag der beiden zu einer Radtour in der Umgebung auch gerne angenommen. So haben wir uns Mountains-Bikes (mit Scheibenbremsen, Federgabel und einem fast für mich passend hohem Sattel!) ausgeborgt, und uns auf den Weg zu einem Aussichtspunkt über den Park gemacht.

Leider führt der Weg zuerst ins Flusstal des Storms River hinunter und danach wieder hinaus, was bedeutet hat, dass der anstrengende Teil erst nach dem gemütlichen gekommen ist.

Schlussendlich haben wir es aber auf ein kleines Plateau geschafft, und sind gemütlich den Fluss entlang (nur knapp zweihundert Meter höher) zum Aussichtspunkt geradelt. Es hat sich dann herausgestellt, dass es sich dabei genau um jenen Aussichtspunkt gehandelt hat, den wir am Vortag ausgelassen haben – aber was für ein Glück, dass wir ihn heute noch nachgeholt haben, denn die Aussicht ist wahrlich grandios von dort oben.

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Radfahren in Tsitsikamma

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Tsitsikamma-Nationalpark

Nach der Rückfahrt (natürlich wieder zuerst bergab und dann bergauf) haben wir uns im Ort dann noch ein (spätes) dreigängiges (!) Mittagessen in einem sehr gemütlichen Café gegönnt – was für ein schöner Abschuss zu einem tollen Tag!

Morgen heißt es aber Abschied nehmen von Tsitsikamma (und von zivilisatorischen Errungenschaften wie Internet, ja sogar elektrischem Strom) – es geht auf Safari!


(*) und weil ich vor einer Reisegruppe bleiben wollte, die ich zuvor erst mühsam überholt habe

(**) Dafür war ich zu sehr ein Angsthase.

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