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Die Großglockner-Hochnebel-Straße

Die letzten beiden Tage habe ich (zum ersten Mal in meinem Leben!) die Großglockner-Hochalpenstraße besucht. Leider hat das Wetter diesmal nicht ganz mitgespielt, und ich habe den Großglockner selbst nicht zu Gesicht bekommen. Nichtsdestotrotz war es ein schöner Ausflug in die Hohen Tauern.

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Blick Richtung Großglockner (in den Wolken)

Begonnen hat der erste (Vormit-)Tag ja noch recht sonnig, doch auch da sind schon die Wolken über dem Alpenhauptkamm (und damit auch über dem Großglockner) gestanden. Trotzdem hatte ich noch einige schöne Blick auf die Salzburger Seite der Hohen Tauern. Speziell die kurze Wanderung vom Fuschertörl zur Edelweißspitze, dem höchsten Punkt der Straße (der jedoch nur über eine Stichstraße erreichbar ist, und daher auch gut "erwandert" werden kann), war sehr beeindruckend. Dabei hat sich auch die Entscheidung für die Wanderung und gegen das Hinauffahren als goldrichtig erwiesen, denn der kleine Parkplatz oben ist rasch überfüllt.

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Blick von der Edelweißspitze

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Fuscher Lacke

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Sandersee

Auch der kurze Spaziergang bei der Fuscher Lacke war noch teilweise im Sonnenschein möglich, doch nach der Fahrt durch den Hochtor-Tunnel haben dann die Wolken die Überhand gewonnen. Ich bin zwar noch bei trockenem Wetter auf der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe angekommen, doch kaum hatte ich den Gletscherweg zur Pasterze in Angriff genommen, hat es zu nieseln begonnen. Ich habe die Wanderung trotzdem fortgesetzt, und wollte erst bei stärker werdendem Regen umkehren. Der hat dann pünktlich eingesetzt, als ich (fast) unten beim Gletschersee, dem sogenannten Pasterzengrund, angekommen bin – genauer gesagt, am Ende des Weges, der für Touristen gedacht ist, denn an dieser Stelle habe Tafeln vor den alpinen Gefahren einer Gletscherwanderung gewarnt (allerdings das Weitergehen überraschenderweise nicht explizit verboten).

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Pasterze vom Gamsgrubenweg

Trotzdem habe ich angesichts des Wetters kehrt gemacht, und habe dann oben (wieder nur im Nieselregen) noch einen Spaziergang zur Wilhelm-Swarovski-Beobachtungswarte und durch die Tunnel des Gamsgrubenwegs gemacht. Letzterer Wanderweg ist nämlich nach den Tunneln tatsächlich (wegen Steinschlaggefahr) gesperrt. Ansonsten wäre das wohl noch ein lohnender Ausflug gewesen, denn schon von den kurzen Galerien zwischen den Tunneln ist der Blick von oben auf die Pasterze (oder was davon noch übrig ist) eigentlich besser als vom zuvor besuchten Gletscherweg.

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Blick von der Edelweißspitze in Richtung Seidlwinkltal
(vor dem Einfallen des Nebel)

Heute war das Wetter beidseits des Alpenhauptkamms von Wolken und Regen dominiert. In der Früh hat die Webcam von der Edelweißspitze zwar noch recht gute Sicht (wenn auch bei starker Bewölkung) versprochen, doch als ich dort angekommen bin, ist schon der Nebel von Süden hereingewabbert. Mein angepeilter Wanderweg hatte noch gute Sicht, sodass ich sogar noch aufgebrochen bin, doch schon nach rund 200 Metern (Distanz, nicht Höhendifferenz) musste ich erkennen, dass der Weg einfach zu steil und rutschig ist, wenn stärkerer Regen einsetzen sollte, weshalb ich wieder umgekehrt bin. Kaum war ich wieder oben auf der Edelweißspitze, hat der Nebel dann auch den Wanderweg "erobert".

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Hochtorsattel im Nebel

Dasselbe Spiel habe ich dann auf dem Hochtor nocheinmal gespielt, nur dass ich dort rund 400 Meter weit gekommen bin, bevor mir der Nebel die Sicht genommen hat. Ich bin dann trotzdem noch auf den Hochtorsattel aufgestiegen, denn es war einerseits nicht mehr weit, und andererseits war der Weg deutlich besser und weniger steil als bei der Edelweißspitze. An eine Aussicht war natürlich trotzdem nicht zu denken.

Daher habe ich den Nachmittag dann gemütlich im Hotel verbracht, mit Lesen und Planen meines bevorstehenden Osttirol-Aufenthalts – ich muss schließlich wissen, welche Wanderungen ich voraussichtlich nicht werde machen können, denn das Wetter soll ja noch schlechter werden: Zum Regen kommt dann noch ein Kaltwettereinbruch dazu.

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