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Die Höhlen am Fluss

Eigentlich sollte es heute wieder nach Norden (und damit in die Berge) gehen. Laut Wetterbericht wäre das aber ein recht nasses Vergnügen geworden, daher bin ich kurzerhand nach Süden gefahren. Dort sollte einerseits das Wetter besser sein, andererseits kann man dort auch unter der Erde wandern gehen, und zwar in Karsthöhlen.

Dabei musste ich mich zwischen der Höhle von Postojna und den Höhlen von Škocjan entscheiden. Letztere haben schließlich gewonnen, weil sie etwas weniger touristisch sein sollen.

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Velika Dolina

Während der Wartezeit auf die geführte Tour (ohne die man die Höhle nicht besuchen darf), habe ich mir noch die Velika Dolina von oben angeschaut. Diese (über 100 Meter tiefe) Doline ist (ebenso wie ihre „kleine Schwester“, die Mala Dolina) dadurch entstanden, dass die Decke einer großen Höhle eingestürzt ist. So kann man jetzt von der Abbruchkante in die Tiefe schauen, und sieht unten den (in diesem Bereich sonst unterirdisch verlaufenden) Fluss Reka fließen.

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Höhlen von Škocjan
(Bild von Wikimedia Commons)

Als die Tour dann begonnen hat, war von „wenig touristisch“ nichts mehr zu merken: Wir waren über 100 Leute – da möchte ich nicht wissen, wie das in der Höhle von Postojna aussieht! Wir wurden zwar auf drei Gruppen aufgeteilt, aber nachdem kaum Slowenisch-Sprechende dabei waren, waren wir doch knapp 50 Personen auf einmal.

Für den ersten Teil der Höhlentour gibt es aber keine Alternative, also habe ich mich halt dem Schicksal ergeben. Zuerst geht man durch ein Höhlensystem mit zahlreichen Tropfsteinen, darunter auch eine riesige Kammer (treffenderweise "Große Halle" genannt), die sich von der Größe her auch im Vergleich zu den Höhlen von Phong Nha nicht zu verstecken braucht – und das will wahrlich was heißen!

Schließlich kommt man in den Teil des Höhlensystems, der die Höhlen von Škocjan zu etwas ganz Besonderem macht: Den unterirdischen Flusslauf der Reka – in einer Höhle von durchschnittlich rund 100 Metern Höhe!

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Felsenbrücke

Hat man diesen (komplett unterirdischen) Teil des Rundgangs absolviert, darf man den Rest dann alleine erkunden (und davon auch Fotos machen). Es geht dann nämlich mit der bereits erwähnte Velika Dolina und der Mala Dolina weiter. Zwischen diesen beiden Dolinen steht noch eine kleine Felsenbrücke, die letzten Reste der Höhlendecke in diesem Bereich. Schließlich durchquert man noch die Mahorčičeva- und die Mariničeva-Höhle, bevor man wieder an die Oberfläche zurückkehrt.

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Velika Dolina


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Mala Dolina

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Mahorčičeva- und Mariničeva-Höhle


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Mahorčičeva- und Mariničeva-Höhle

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