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Ma-Ma-Ma-Märchenschloss?

„Ich bin der Märchenprinz,“ mag sich der bayrische König Ludwig II. gedacht haben, als er das Schloss Neuschwanstein in Auftrag gegeben hat. Heutzutage gilt es als Märchenschloss – doch der Touristenandrang ist wenig märchenhaft.

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Hohes Schloss

In Füssen, der nächsten größeren Stadt, merkt man davon noch nicht so viel – zumindest nicht um 9:00  Uhr früh. Dabei hat Füssen auch ein Schloss zu bieten, das ob seiner Bemalung – die ganze Fassadenverzierung inklusive Erker und dergleichen wurde einfach aufgemalt – zumindest außergewöhnlich ist.

Ansonsten habe ich aber (das muss ich zugeben) auch selbst nicht viel von der Stadt gesehen. Gerade einmal beim Lechfall war ich noch, und dort hätte ich dann doch etwas mehr erwartet als ein paar künstliche Treppenstufen im Fluss – immerhin war die angrenzende kleine Schlucht ganz pittoresk.

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Lechfall

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Die Lech unterhalb des Lechfalls

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Schloss Hohenschwangau

Nachdem ich schließlich in Hohenschwangau, dem Ort der Königsschlösser, angekommen war, habe ich einmal mit dem namensgebenden Schloss begonnen: Schloss Hohenschwangau (zumindest von außen; eine Besichtigung habe ich mir da nicht geleistet). Der Garten mit den verschiedenen Brunnen ist da ja durchaus reizvoll.

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Schwanenbrunnen

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Hans-im-Glück-Brunnen

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Die Königsschlösser und der Alpsee

Mehr genossen habe ich aber die anschließende Wanderung rund um den nahen Alpsee, denn dorthin scheinen sich nur wenige Touristen zu verirren. So hört man nur Vogelgezwitscher und seine eigenen Schritte (sowie gelegentlich drei Bayerinnen, die sich lautstark unterhalten).

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Alpsee

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Schloss Neuschwanstein von der Marienbrücke

Schließlich bin ich aber dem Schloss Neuschwanstein immer näher gekommen, und damit sind auch die Touristen immer mehr geworden. Speziell auf der Marienbrücke, wo man einen tollen Blick aufs Schloss hat, kann es zu einem ordentlichen Gedränge kommen, wie ich gottseidank erst beim Verlassen derselben festgestellt habe: Für die Gehfaulen wird nämlich ein Bustransport vom Ort hinauf zur Brücke angeboten – und wenn zwei Busladungen Touristen gleichzeitig zur Brücke strömen, dann wird das ganz schön eng.

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Blick auf Neuschwangau und den Alpsee

Auch beim Schloss selbst ist sehr viel los, aber da wird durch die geführte Touren im Fünf-Minuten-Takt ein wenig für Entzerrung gesorgt. Der Schlossbesuch selbst war dann zwar recht nett, mehr aber auch nicht. Man sieht dem Schloss halt doch an, dass es (für ein Schloss) praktisch neu ist. Selbst König Ludwig hat dort angeblich nur 172 Tage verbracht. Er verstarb nämlich noch während der Bauarbeiten. So sind nur 16 von 200 geplanten Räumen fertig gebaut worden, den die Erben haben praktisch sofort den Geldhahn zugedreht – und angeblich nur sechs Wochen (!) nach dem Tod Ludwig des II. bereits die ersten zahlende Gäste ins Schloss gelassen. So gesehen folgen die Touristen heutzutage ja nur einer schon lang gepflegen Tradition.

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Schloss Neuschwanstein

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