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Städte-Rabat(t)

Nachdem ich gestern noch vor einer Stadtbesichtigung zurückgescheut bin, habe ich heute gleich zwei zum Preis von einer absolviert: Die beiden Städte Mdina und Rabat liegen nämlich direkt nebeneinander – und ein bisschen Natur ist sich auch noch ausgegangen.

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Mdina Gate

Begonnen habe ich mit der Stadt Mdina, der ersten Hauptstadt Maltas. Diese Stadt ist noch immer von einer intakten mittelalterlichen Stadtmauer umgeben, und die jüngsten Gebäude innerhalb stammen aus dem 19. Jahrhundert (wobei viele auch älter sind). Dementsprechend nett ist es, dort durch die Gässchen zu spazieren – wobei ich mir anfangs vorgekommen bin, als wäre ich vor den offiziellen Öffnungszeiten angekommen, denn außer Lieferanten sind mir kaum Leute über den Weg gelaufen.

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Gässchen in Mdina

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Ausblick von Mdina über Malta

So konnte ich rund eine Dreiviertelstunde in Ruhe einen ersten Rundgang durch die Gassen der Stadt machen und die Ausblicke über (gefühlt) halb Malta genießen.

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Pjazza San Pawl

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Kathedralmuseum

Alsbald hat sich das aber geändert, und die ersten Tourbusse von offensichtlich nicht nur einem, sondern gleich von zwei Kreuzfahrtschiffen haben praktisch im Minutentakt Touristengruppen ausgespuckt. Dementsprechend sind die engen Straßen dann schnell voll geworden. Ich habe mich daher in die Kathedrale St. Paul „geflüchtet“ – denn die kostet (recht geschmalzene 15,– Euro) Eintritt, und das ist bei einer Tour meist nicht drinnen.

Der hohe Preis kommt wohl daher, dass man im Kombipack auch gleich das Kathedralmuseum mit dazu bekommt – und das auch als erstes besuchen muss, denn nur dort gibt es die Karten zu kaufen. Mich haben die (vorwiegend) kirchlichen Schätze des Museums nicht so interessiert, muss ich zugeben. Stattdessen habe ich den Besuch als Gelegenheit genützt, einen kleinen Eindruck von einem solch historischen Gebäude aus dem 18. Jahrhundert zu bekommen (zumindest dort, wo es nicht zu Tode renoviert wurde).

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Kathedralmuseum

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Kathedrale St. Paul

Die Kathedrale war dann schon eher interessant. Besonders dabei waren die Dutzende (wenn nicht gar hunderte) von marmornen Grab- und Gedenksteinen, aus denen der Kirchenboden zum Großteil besteht. In Kombination mit den Marmor(?)-Säulen mit Goldverzierungen und den Deckenfresken hat sich so ein sehr farbenfrohes Bild ergeben.

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Kathedrale St. Paul

Ähnlich farbenfroh war auch das Innere der Church of the Annunciation of Our Lady, bei der ich bei meinem Spaziergang durch die Gassen zufällig vorbeigekommen bin.

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Church of the Annunciation of Our Lady

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Kollegiatkirche St. Paul

Gegen Mittag sind mir die Touristenmassen aber zu viel geworden, und ich habe mich ins benachbarte Rabat zurückgezogen. Dort waren zwar auch einige Touristen unterwegs, aber weniger Tourgruppen – oder vielleicht sind die auch alle gerade in den Restaurants beim Essen gesessen. Jedenfalls konnte ich (einigermaßen) ungestört durch die Straßen spazieren und (unter anderem) einige traditionelle maltesische Balkone (hierzulande „gallarija“ genannt) bewundern.

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Traditionelle maltesische Balkone

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Gasse in Rabat

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Mosaik im Domvs Romana

Auch dem Domvs Romana habe ich einen Besuch abgestattet. Dabei handelt es sich um ein Museum, das praktisch rund um die Ausgrabungen eines römischen Hauses mit einigen sehr gut erhaltenen Mosaiken gebaut wurde. Zwar hat die Aussage über den guten Erhaltungszustand der Mosaike wohl gestimmt, aber an die Villa Romana del Casale sind die Mosaike halt doch nicht herangekommen.

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Mosaik im Domvs Romana (Ausschnitt)

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St Paul's Catacombs

Schließlich gab es in Rabat noch einige Katakomben zu sehen – sowohl christliche, jüdische, als auch heidnische. Ich habe mich dabei für die St Paul’s Catacombs entschieden, denn die waren in meinem „Multisite-Pass“ von Heritage Malta enthalten, den ich mich für meine Zeit in Malta gegönnt habe. Alleine das waren schon 23 verschiedene Katakomben (von denen manche allerdings nicht zugänglich waren), die es zu entdecken galt.

Nach rund eineinhalb Dutzend hat mein Rücken dann langsam schon rebelliert, denn diese Katakomben waren eindeutig nicht auf meine Größe ausgelegt. Außerdem haben (für mich als Laien) viele der Gräber recht ähnlich ausgeschaut, und ich fand es oft schwierig, manche der beschriebenen Details zu erkennen – wie etwa eine in den Fels geritzte Darstellung einer Menora, die eine Grabstätte als jüdisch ausgewiesen hat. Deswegen habe ich auf die letzen zwei, drei (ohnehin kleinen) Katakomben dann verzichtet, und mich stattdessen auf den Weg zu den nahen Dingli Cliffs gemacht.

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St Paul's Catacombs

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Dingli Cliffs

Dabei handelt es sich um bis zu 250 Meter hohe Felsklippen, die (zumindest auf einem Teil der Höhe) nahezu senkrecht ins Meer abfallen. Natürlich ist es etwas schwierig, Felsklippen zu beobachten, wenn man direkt darauf steht, also bin ich noch ein Stückchen Süden zu einem kleinen Küstenvorsprung gewandert, von dem aus ich die Klippen zumindest „im Profil“ erspähen konnte.

Viele Touristen erfreuen sich aber anscheinend auch einfach so am Ausblick aufs Meer. Insbesondere die Beobachtung des Sonnenuntergangs scheint dort sehr beliebt zu sein – aber da hat mich dann schon zu sehr das Abendessen gelockt.

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Dingli Cliffs

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