Anschließend an meinen Urlaub habe ich noch eine Woche auf Workation auf Malta verbracht. Dabei habe ich mich in Gżira, auf der anderen Seite des Marsamxett Harbour einquartiert, und von dort noch ein bisschen was von Valletta, aber eben auch die Gegend rund um Gżira und das benachbarte Sliema erkundet.
Dabei hat sich letztere als doch sehr urban herausgestellt – eigentlich fast zu urban für meinen Geschmack. Zwar konnte ich (fast) die gesamte Strecke von Gżira über Sliema und St. Julian’s bis nach St George’s (nach Norden, von Valletta weg) an der Promenade entlang des Wasser spazieren, bin dabei aber auch an vielen großen Wohnhäuser und Hotels vorbeigekommen, während sich die Autos auf der Straße neben mir gestaut haben. So richtig ein Mittelmeer-Feeling hat sich dabei daher nicht eingestellt.
Vielmehr habe ich beim Streifen durch die Gassen von St. Julian’s abseits der Küste über die doch recht extravaganten Hochhäuser gestaunt, wie etwa der Tipico Tower mit seinem Kreuzfahrtschiff-ähnlichen Vorbau oder der Mercury Tower mit seiner gewundenen Fassade.
Erst hinter St George’s, in Pembroke, gut fünf Kilometer entlang der (gewundenen) Küstenlinie von Gżira entfernt, war ein kleiner (anscheinend) naturbelassener Küstenstreifen zu finden – aber selbst der war angesichts des Lärms von der dort befindlichen Wasserentsalzungsanlage nicht ganz so idyllisch. Insgesamt war es aber trotzdem eine gute Möglichkeit, mir nach dem Arbeitstag die Beine zu vertreten.
An einem anderen Tag habe ich dann einen Spaziergang in die andere Richtung (also nach Süden, in Richtung Valletta) unternommen, doch dort in erster Linie den Yachthafen gefunden. Am interessantesten war dann noch ein Abstecher auf Manoel Island, die direkt in meiner Nachbarschaft im Marsamxett Harbour gelegen ist. Zwar war dort viel abgesperrt, und es sind einige verfallen(d)e Gebäude herumgestanden, aber an der Spitze der Insel habe ich das durchaus imposante Fort Manoel vorgefunden. Leider war es nur von außen zu besichtigen und hat teilweise auch schon einen etwas vernachlässigten Eindruck gemacht, aber sowohl die Außenansicht als auch der Blick nach Valletta von dort aus war nicht zu verachten.
Einen ähnlich schönen Blick auf Valletta habe ich dann auch noch am Tigné Point in Sliema vorgefunden. Dort konnte man auch (nachdem man sich an ein paar mondänen Wohnbauten vorbeigearbeitet hat) über die Felsküste streifen und ein paar kleine Gezeiten-Pools entdecken. Anscheinend sind diese Felsen auch zum Sonnenbaden mit Blick auf Valletta recht beliebt.
Überhaupt haben mir meine Ausflüge in die Nähe von Valletta am besten gefallen: Bereits an meinem ersten Abend habe ich mir in der Hauptstadt das National Museum of Archaeology angeschaut, in dem all die Funde aus den vielen neolithischen Stätten des Landes gesammelt sind. So konnte ich die Kunstwerke, die in den von mir besuchten Tempeln meist nur noch als Replik zu sehen waren, auch einmal in Natura betrachten. Besonders beeindruckend waren dabei die im Volksmund als „Fat Ladies“ bezeichneten (eigentlich geschlechtslosen) Statuen, sowie die Sleeping Lady of Ħal Saflieni.
Beim Hypogäum von Ħal Saflieni, das etwas südlich von Valletta (in Paola) liegt, handelt es sich um eine unterirdische Anlage, die für die Bestattung von Toten und als Heiligtum genutzt wurde. Aus konservatorischen Gründen dürfen nur maximal 80 (!) Personen pro Tag die Anlage im Rahmen von geführten Touren besuchen. Ich hatte gottseidank im August die weise Voraussicht, mir einen Platz zu sichern. So konnte ich über die aus dem Fels gehauenen unterirdischen Räume staunen, die optisch sehr an die von mir besuchten neolithischen Tempel erinnert hat – man konnte also eindeutig sehen, dass da dieselben Baumeister (zumindest kulturell gesehen) am Werk waren. Leider war Fotografieren (mittlerweile) verboten, sodass ich nur ein Foto aus den Wikimedia Commons anbieten kann.
Zentrale Kammer im Hypogäum von Ħal Saflieni
(© xiquinhosilva, lizensiert gemäß CC BY 2.0)
Den Besuch im Hypogäum von Ħal Saflieni habe ich dann auch noch für einen kleinen Spaziergang bei Nacht durch die Straßen von Valletta genutzt. Leider (oder vielleicht auch sinnvollerweise?) werden nicht alle Gebäude mit Beleuchtung in Szene gesetzt, aber trotzdem war es ein stimmungsvoller Abend.
![Marsamxett Harbour [Foto]](../../../../wp-content/uploads/2026/11/20261102_152025-360x270.jpg)
![Spinola Bay [Foto]](../../../../wp-content/uploads/2026/11/20261103_154841-360x160.jpg)
![Spinola Bay [Foto]](../../../../wp-content/uploads/2026/11/20261103_155321-360x270.jpg)
![Tipico Tower [Foto]](../../../../wp-content/uploads/2026/11/20261103_160103-270x360.jpg)
![Mercury Tower [Foto]](../../../../wp-content/uploads/2026/11/20261103_170622-270x360.jpg)
![Küste bei Pembroke [Foto]](../../../../wp-content/uploads/2026/11/20261103_163818-360x270.jpg)
![Blick von Manoel Island auf Sliema [Foto]](../../../../wp-content/uploads/2026/11/20261105_162348-360x154.jpg)
![Msida Yacht Marina [Foto]](../../../../wp-content/uploads/2026/11/20261105_153719-360x270.jpg)
![Fort Manoel [Foto]](../../../../wp-content/uploads/2026/11/20261105_163147-360x270.jpg)
![Blick von Tigné Point auf Valletta [Foto]](../../../../wp-content/uploads/2026/11/20261106_145309-360x187.jpg)
![Tigné Point [Foto]](../../../../wp-content/uploads/2026/11/20261106_145917-360x270.jpg)
![Tigné Point [Foto]](../../../../wp-content/uploads/2026/11/20261106_150018-360x270.jpg)
![Valletta [Foto]](../../../../wp-content/uploads/2026/11/20261102_154349-360x225.jpg)
![Fat Lady [Foto]](../../../../wp-content/uploads/2026/11/20261102_162850-270x360.jpg)
![Sleeping Lady of Ħal Saflieni [Foto]](../../../../wp-content/uploads/2026/11/20261102_164035-360x270.jpg)
![Paola Parish Church [Foto]](../../../../wp-content/uploads/2026/11/20261104_153850-360x270.jpg)
![Zentrale Kammer im Hypogäum von Ħal Saflieni [Foto]](../../../../wp-content/uploads/2026/11/hal-saflieni-hypogeum-360x247.jpg)
![Three Cities bei Nacht [Foto]](../../../../wp-content/uploads/2026/11/20261104_182534-360x270.jpg)
![Valletta bei Nacht [Foto]](../../../../wp-content/uploads/2026/11/20261104_182920-360x270.jpg)
![Parlamentsgebäude bei Nacht [Foto]](../../../../wp-content/uploads/2026/11/20261104_184617-360x270.jpg)