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Leider kein Spaziergang

Heute hätte ich gerne den sogenannten Pinzgauer Spaziergang gemacht, der sich auf rund 2000 Metern Seehöhe knapp unterhalb der Gipfel nördlich des Salzachtals entlang schlängelt. Selbst bei der kürzeren Variante von Zell am See bis Saalbach ist die reine Gehzeit aber sechs bis sechseinhalb Stunden, und die derzeitigen Betriebszeiten der Seilbahnen geben einem nur gut sieben Stunden Zeit. Das war mir zu stressig, und ich habe mich stattdessen für einen Rundweg über ein paar dieser Gipfel entschieden.

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Wolken im Salzachtal

Wenn ich in der Früh nicht die Webcam der Seilbahn angeschaut hätte, wäre ich ja fast nicht losgefahren: Es lag nämlich eine (scheinbar) dicke Wolkendecke über dem Tal. Bei der Fahrt mit der Seilbahn hat sich herausgestellt, dass die wohl nur ein paar Dutzend Meter dick ist, und oben hat die Sonne geschienen! Das hat von oben natürlich schon einmal gleich tolle Panoramen geboten.

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Maurerkogel

Ich bin dann gemütlich zum Maurerkogel marschiert, der mit zwei Stunden Gehzeit angeschrieben ist. Als ich dort nach 1:20 Stunden angekommen bin, habe ich mir gedacht, dass der Pinzgauer Spaziergang vielleicht doch möglich gewesen wäre (wenn dort die Gehzeiten auch so großzügig berechnet sind). Aber ich habe mir davon nicht die Laune verderben lassen, sondern vielmehr die schöne Aussicht genossen – und eine kleine Erweiterung meines Rundwegs auf der Wanderkarte gesucht.

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Maurerkogel

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Blick vom Maurerkogel

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Oberer Gernkogel

Fündig geworden bin ich mit dem Aufstieg zum Oberen Gernkogel vom Rohrertörl (zu dem ich ohnehin unterwegs war). Beim Rohrertörl war der Weg dann zwar als schwarz (also technisch schwierig) markiert, aber ich habe mir gedacht, dass ich ja jederzeit umkehren kann. Anfangs war der Weg zwar auch steil, aber weniger anspruchsvoll als etwa die rot (d.h. mittelschwer) markierten Wege im Stubaitail. Knapp hundert Höhenmeter unter dem Gipfel ist dann aber eine seilversicherte Kraxel-Stelle gekommen, die die Klassifizierung als "schwarz" dann doch verdient hat. Die Mühen haben sich schlussendlich aber gelohnt, denn die Aussicht von oben war wirklich großartig.

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Blick vom Oberen Gernkogel

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Kitzsteinhorn

Nach ausgiebiger Mittagspause habe ich mich dann wieder (sehr vorsichtig) an den Abstieg gemacht. Vom Rohrertörl bin ich dann tatsächlich der Route des Pinzgauer Spaziergangs gefolgt, der in leichtem Auf und Ab dem Hang rund um den Maurerkogel (und die benachbarten Gipfel) zurück zur Seilbahn auf die Schmittenhöhe führt. Auch hier war ich wieder deutlich schneller als angeschrieben – vermutlich wäre also der Pinzgauer Spaziergang tatsächlich drinnen gewesen. So aber war ich nie unter Zeitdruck, und konnte die Wanderung in vollen Zügen und in Ruhe genießen – das ist ja auch was wert.

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Blick von der Schmittenhöhe

Und nachdem ich also zur Schmittenhöhebahn zurückgekehrt bin, hatte ich auch die Gelegenheit, noch den "Sisi-Rundweg" mitzunehmen, der im Wesentlichen einmal den Gipfel (samt Seilbahnstation) umrundet. Nachdem seit Mittag die Wolken auch im Tal aufgerissen hatten, war mittlerweile auch die Sicht hinunter nach Zell am See (und auf den Zeller See selbst) fantastisch. Ein kleines Bankerl am Wegrand zum Sonnen und Aussicht-Genießen war dann schlussendlich meine letzte Genuss-Station an diesem wunderschönen Tag.

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