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Wassermassen in Krimml

Die Krimmler Wasserfälle sind eigentlich schon bei meiner Österreich-Rundfahrt 2020 auf meiner Wunschliste gestanden, aber eineinhalb Stunden Fahrt pro Richtung waren mir damals zu viel. Daher war klar, dass ich sie heuer in meine Route einarbeiten musste. So habe ich also heute bei der Fahrt von Tirol nach Salzburg dort vorbeigeschaut.

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Krimmler Wasserfälle

Die Route führt dabei über den Gerlospass, der – wie könnte es anders sein – natürlich komplett wolkenverhangen war. Erst knapp vor Krimml hat sich der Blick auf die umliegenden Berghänge gelichtet, und ich konnte einen ersten Blick aus der Ferne auf die Krimmler Wasserfälle werfen. Bereits aus der Distanz waren sie sehr beeindruckend, weil man da schon erahnen konnte, wie viel Wasser das sein muss, dass da in die Tiefe stürzt.

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Unterer Achenfall

Nachdem ich vor Ort auf einem teuren Parkplatz(*) geparkt habe, habe ich den (kostenpflichtigen) Wasserfall-Weg in Angriff genommen. Der führt in rund eineinviertel Stunden vom Fuße des unteren, vorbei am mittleren bis oberhalb des oberen Achenfalls. Als ich den unteren Achenfall erreicht habe, hat gerade die Sonne durch die Wolken geblinzelt, sodass er fast einen kleinen Heiligenschein bekommen hat – und einen kleinen Regenbogen, zumindest bei Blickrichtung ins Tal.

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Unterer Achenfall

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Mittlerer Achenfall

Nach rund 45 Gehminuten, während derer man immer wieder an Aussichtsplattformen mit Blick auf den unteren Achenfall vorbei kommt, erreicht man schließlich den mittleren Achenfall, der zwar auch imposant, aber interessanterweise (für mein Empfinden) nicht ganz so imposant wie der untere ist (obwohl ja eigentlich dieselbe Wassermenge auch dort durchfließt).

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Oberer Achenfall

Was dem mittleren vielleicht (subjektiv gesehen) fehlt, macht dann der obere Achenfall aber wieder wett. Außerdem sind viele Touristen offensichtlich nicht mehr bereit, die 40 weiteren Gehminuten auf sich zu nehmen, und bleiben eher beim Restaurant oberhalb des mittleren Achenfalls hängen. So erreicht dann auch die Anzahl der Wanderer wieder ein üblicheres Niveau.

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Krimml vom Oberen Achenfall

Mit dem Erreichen des oberen Achenfalls ist aber noch lange nicht Schluss, denn man kann das Krimmler Achental noch viel weiter hineinwandern (und dabei angeblich sogar einen Blick auf den Gletscher erhaschen, aber da waren heute wohl die Wolken vor). Anfangs ist die Krimmler Ache dabei noch recht wild, fließt dann aber zunehmend lieblicher durch die (Alm-)Landschaft. Immer wieder speisen auch kleinere Wasserfälle von den Talhängen den Fluss mit weiterem Wasser – eigentlich klar, denn irgendwo müssen die Wassermassen ja herkommen.

Alles in allem haben die Krimmler Wasserfälle also auf jeden Fall gehalten, was sie versprochen haben – trotz der tiefliegenden Wolken und eher niedrigen Temperaturen.

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Krimmler Achental

(*) Die Internetseite der Wasserfälle erwähnt nämlich nicht (oder zumindest nicht so prominent), dass man im nur rund zehn Gehminuten entfernten Ort gratis parken kann. Stattdessen wird das "günstige" Kombi-Ticket für Wasserfall-Weg, Parken und Wasserwelten (ein Sammelsurium von Wasserspielen, wohl in erster Linie für Kinder gedacht) beworben. Fairerweise muss ich aber auch sagen, dass ich andernorts auch schon mehr fürs Parken gezahlt habe.

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