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Roter Turm, grüner Spinat, blaues Meer

Mittlerweile bin ich in Malta angekommen. Nach den vielen Stadtbesichtigungen in den letzten Tagen in Sizilien habe ich mich an meinem ersten (vollen) Tag in Malta für eine Erkundung des Nordwestens der Insel entschieden, denn dort ließen sich einige nette Ziele gut mit einer mittellangen Wanderung verbinden.

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Blick nach Gozo

Im Nachhinein gesehen war das eine sehr gute Entscheidung: Wenn ich nämlich schon vorher gewusst hätte, wie mühsam das Busfahren (vor allem in der Früh) hier in Malta sein kann, dann hätte ich womöglich noch auf diese (voraussichtlich längste) Busfahrt verzichtet – und da hätte ich wirklich was verpasst!

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St Agatha's Tower ("Red Tower")

Bereits kurz nach dem Aussteigen aus dem Bus hatte ich einen tollen Blick auf die Nachbarinsel Gozo (die auch noch auf meinem Reiseplan steht, aber halt nicht heute). Nach rund zehn Minuten Fußmarsch bin ich dann schon bei meinem ersten Ziel angekommen: dem Red Tower, der eigentlich St Agatha’s Tower(*) heißt. Man erkennt auch gleich, wie er zu seinem Spitznamen gekommen ist.

Eigentlich sollte man den Turm auch besichtigen können, aber ich war (trotz erheblicher Busverspätung) zu früh dran, und wollte nicht warten, bis sie aufsperren. So habe ich ausnahmsweise auf diese Turmbesteigung verzichtet, und bin stattdessen über die teilweise recht dürre Landschaft nach Süden marschiert.

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Blick nach Mellieħa (links) und zurück zum Red Tower (rechts)

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Popeye Village

Rund eine Dreiviertelstunde später habe ich das nächste Touristenziel erreicht: Popeye Village. Dabei handelt es sich um das Filmset zum Film „Popeye“ aus dem Jahre 1980, der heutzutage als kleiner Vergnügungspark betrieben wird. Ich habe mich aber mit Blicken aus der Ferne begnügt, und sogar ein paar Minuten einer kurzen Live-Show mitverfolgen können.

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Klippen südlich vom Popeye Village

Bereits rund ums Popeye Village waren die Klippen recht beeindruckend. Im weiteren Verlauf des Weges die Küste (und damit die Klippen) entlang sind die Blicke hinunter zum Meer aber immer grandioser geworden. Lange Zeit war ich auch (fast) alleine unterwegs – was allerdings auch daran gelegen haben könnte, dass ich zwischendurch auf einem sehr schmalen Wanderpfad gelandet bin, der dann mehrmals vor einer Mauer scharf abgebogen oder überhaupt im Sand (bzw. im erdigen Boden) verlaufen ist.

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Maltas Nordwestküste


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Maltas Nordwestküste

Mit dem Erreichen eines Aussichtspunktes auf einer Landspitze sind es dann immer mehr Leute geworden – ich bin auch dem schönen (und beliebten!) Strand der Golden Bay immer näher gekommen. Trotzdem war der erste Blick auf den Strand dann ein kleiner Schock: Der war so dicht bevölkert, dass man sich kaum noch vorstellen konnte, dass da noch weitere Badegäste dazupassen könnten.

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Golden Bay

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Għajn Tuffieħa

Ich wollte aber ohnehin noch keinen Badestopp einlegen, sondern noch zur nächsten Bucht, Għajn Tuffieħa, weiterwandern – wobei mir zu diesem Zeitpunkt dann schon klar geworden ist, dass ich auch dort nicht mit einem einsamen Strand rechnen durfte.

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Küste südlich von Għajn Tuffieħa

Ich habe dann noch den Strand umrundet, um auch noch die Landspitze südlich davon zu erkunden – und das hat sich ausgezahlt, denn die Küste dahinter ist fast noch schöner. Die Strände dort waren sogar deutlich menschenleerer – allerdings aufgrund der steilen, eher rutschig wirkenden Klippen dahinter auch deutlich schwerer zu erreichen. Außerdem war es zum Schwimmen fast noch zu früh.

So habe ich mich dann noch für einen Abstecher zu einem Aussichtspunkt über Għajn Tuffieħa entschieden. Danach war sogar ich überzeugt, dass ich mir ein Bad im Meer verdient habe – vor allem nach der etwas mühsamen Suche nach einem freien Platz am Strand.

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Blick über die Bucht von Għajn Tuffieħa


(*) Ja, genau, nach der Agatha (von Catania). Sie wird nämlich auch in Malta verehrt, weil sie für einige Zeit von Sizilien nach Malta geflohen sein soll.

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