[Foto]

So stelle ich mir Neuseeland vor!

Mittlerweile bin ich in Taupo (im Herzen der Nordinsel Neuseelands) angekommen, wo ich die letzten drei Tage zugebracht habe. Heute war ich mit dem Rad in der Umgebung der Stadt unterwegs, während ich die ersten beiden Tag den Tongariro National Park erkundet habe. Dort habe ich zum ersten Mal das Neuseeland kennengelernt, das ich mir immer vorgestellt habe: schneebedeckte Berggipfel, Wandern inmitten von niedrigen Büschen und Gräsern, mit Blick auf die grünen Wiesen und Wälder weiter unten. Nur ein Detail hat gefehlt, worüber ich aber gar nicht böse bin – im Gegenteil: Es hat nämlich die ganze Zeit nicht geregnet.

[Foto]

Red Crater

Der erste Tag war der "besten Tageswanderung Neuseelands" gewidmet, der Tongariro Crossing. Ob sie die tatsächliche die beste Tageswanderung ist, bleibt abzuwarten (es sollen ja noch einige kommen), aber spektakulär ist sie jedenfalls: Zuerst geht es relativ flach auf den Mt. Tongariro zu, bevor der Weg steil über das Devil's Staircase zum South Crater ansteigt. Nach der Querung dieses Kraters geht es nochmals steil nach oben, bis man beim Red Crater ankommt, der diesen Namen nicht zu unrecht trägt. Von dort ist ein Abstecher zum Gipfel des 1967 Meter hohen Mt. Tongariro möglich (was ich auch gemacht habe), bevor es wieder ebenso steil zu den Emerald Lakes nach unten geht. Die folgenden vier Stunden windet sich der Pfad dann langsam nach unten, wobei sich die Vegetation von blanken Felsen zu struppigem Gras, zu Buschwerk und schließlich zu dichtem Wald ändert. Die Übergänge sind meist recht plötzlich: Man wandert ein paar Minuten gedankenverloren vor sich hin – und schwupps, schon ist man in einer anderen Vegetationszone.

[Foto]

Tongariro Crossing

[Foto]

South Crater

[Foto]

Eiszapfen der anderen Art

[Foto]

Tongariro Crossing

[Foto]

Emerald Lakes

Insgesamt hat die Wanderung für mich (mit Abstecher und Pausen) sieben Stunden gedauert und war, wie bereits gesagt, wahrlich ein tolles Erlebnis – obwohl es (nach strahlend blauem Himmel in der Früh) schon bald ziemlich bewölkt war, sodass uns die Ausblicke von Küste zu Küste, die man bei gutem Wetter angeblich haben soll, leider verwehrt geblieben sind. Allerdings hat es, wie bereits gesagt, nicht geregnet, und es hat auch kaum ein Wind geblasen, was so ungeschützt auf den Bergrücken ja fast noch unangenehmer gewesen wäre.

[Foto]

Mt. Ngauruhoe

Auch den 2291 Meter hohen Mt. Ngauruhoe (berühmt geworden durch seine Rolle als "Mount Doom" in der Herr-der-Ringe-Kinotriologie) kann man übrigens besteigen, aber dazu war ich einerseits recht spät dran (obwohl ich bei den schnellsten Wanderern war), und andererseits war es eben sehr bewölkt, was bei der Besteigung eines schneebedeckten Vulkangipfels ohne markierten Pfad nicht unbedingt von Vorteil ist.

[Foto]

Taranaki Falls

Den nächsten Tag habe ich dann am Fuße der Vulkane zugebracht, und dort drei kleinere Wanderungen von insgesamt fünf Stunden Länge unternommen. Dabei war es die ganze Zeit strahlend blau, sodass ich mir fast gewünscht hätte, die Tongariro Crossing erst an diesem Tag gemacht zu haben. Allerdings habe ich so phantastische Blicke auf die vollkommen wolkenfreien Vulkangipfel gehabt, was mich darüber zweifelsohne hinweggetröstet hat.

[Foto]

Mt. Ngauruhoe

[Foto]

Mt. Ruapehue

[Foto]

Huka Falls

Heute war ich schließlich mit dem Mountainbike in der Umgebung von Taupo unterwegs. Zuerst habe ich die Huka Falls besucht, die eigentlich recht niedrige Wasserfälle sind. Sie sind jedoch deswegen so beeindruckend, weil die Wassermassen, die sich zuvor auf 100 Meter Breite verteilen, auf nur 15 Meter zusammengepfercht werden, bevor sie knapp zehn Meter in die Tiefe stürzen. So rauscht eine unglaublich Menge Wasser die Fälle hinunter (bis zu 720000 Liter pro Sekunde!).

[Foto]

Craters of the Moon

Anschließend war ich noch bei den Craters of the Moon, einem Gebiet großer thermischer Aktivität, wo aus unzähligen Fumarolen und Kratern Dampf aufsteigt.

Auch wenn beides recht interessante Ausflugsziele waren, muss ehrlicherweise doch gesagt werden: Was sind schon ein Wasserfall bzw. ein paar Fumarolen gegen die Vulkangipfel des Tongariro National Park?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert