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Wenn der Berg und der See ruft

Vielleicht sollte ich keine Pläne mehr schmieden, denn auch heute bin ich wieder von meinem ursprünglichen Plan abgewichen: Gestern Abend hatte ich noch entschieden, mir den Mondsee vorzunehmen, doch am heutigen (noch eher kühlen) Morgen wollte ich dann doch noch eine kleine Wanderung einschieben – und dann war auf der die Aussicht auf den Fuschlsee so verlockend, dass ich gleich zu diesem weitergefahren bin.

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Ruine Wartenfels

Doch der Reihe nach: Bei meiner Wanderung habe ich heute immerhin mehr Glück gehabt als gestern und den (vermeintlich) vorletzten Parkplatz ergattert. (*) Offensichtlich ist die von mir ausgesuchte, zweistündige Runde über die Ruine Wartenfels auf den Schober und den Frauenkopf sehr beliebt – und durchaus zu recht, wie ich feststellen konnte. Schon die Burgruine hat mich an so manchen Spaziergang in Kindertagen erinnert – ich hätte es als Kind geliebt, durch diese Ruine zu kraxeln.

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Aufstieg auf den Schober

Der weitere Aufstieg auf den Schober ist aber keineswegs kindgerecht. Die Wegbeschreibung erwähnt schon Trittsicherheit und Drahtseile zur Sicherung, aber davon ist ja oft die Rede – im vorliegenden Fall aber tatsächlich zu Recht. Es geht innerhalb kürzester Zeit extrem steil hinauf, und an manchen Stellen war ich tatsächlich ganz froh, etwas zum Anhalten zu haben.

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Mondsee

Dafür bieten sich einem dann vom Gipfel phantastische Blicke auf die umliegende Berg- und Seenlandschaft: im Norden der Irrsee, im Osten der Mondsee, und im Süden kann man den Fuschlsee erahnen (der aber von dem Gipfel des Frauenkopfes großteils verdeckt wird). Außerdem muss man sich ein wenig mit den vielen anderen Wanderer arrangieren, um ein ruhiges Plätzchen für eine Jause zu ergattern. Der Fuschlsee zeigt sich schließlich in seiner ganzen Pracht, wenn man das kurze Stückchen zum Frauenkopf hinübergewandert ist.

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Fuschlsee

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Blick zum Schober vom Frauenkopf

Nachdem man den Fuschlsee dann praktisch den gesamten Abstieg im Blickfeld hat, und er mit seinem türkisblauen Wasser so verführerisch ausgesehen hat, habe ich mich schließlich entschieden, den Mondsee für heute Mondsee sein zu lassen, und stattdessen dem Fuschlsee meine Aufwartung zu machen. Da hat sich dann meine (längerfristige) Planung dann aber doch wieder ausgezahlt, denn ich habe mir für alle umliegenden Seen (und damit auch für den Fuschlsee) schon angeschaut, wo man gut mit dem Stand-up-Paddle-Board zum See kommt. So habe ich schon gewusst, welchen Parkplatz ich ansteuern muss – und diesmal hat mir freundlicherweise ein Wegfahrender direkt einen Parkplatz verschafft.

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Fuschl am See

Nach einem kurzen Erkundungsspaziergang, der meine Informationen aus dem Internet bestätigt hat, habe ich mir also meinen SUP-Rucksack auf den Rücken geschnallt und bin zum See marschiert. Auch von unten hat sich der Fuschlsee als wunderschön herausgestellt – vor allem das unglaublich klare Wasser ist bemerkenswert. Nachdem der See schnell tief wird, merkt man das zuerst gar nicht so, doch wenn man sich wieder dem Ufer nähert, sieht man erst

  1. wie tief der See ist, und
  2. wie weit man eigentlich nach unten sehen kann.

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Fuschlsee

Der See hat auch eine sehr angenehme Größe zum Paddeln: Mit knapp über vier Kilometern Länge konnte ich von meinem Einstiegspunkt an einem Ende des Sees gemütlich bis nach Fuschl am See am anderen Ende und wieder zurück paddeln. Auch ein kurzer Badestopp ist sich ausgegangen – der Sommer ist also zum Glück noch nicht vorbei.

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Fuschlsee


(*) Dass es am Ende der langen Schlange an parkenden Autos, die sich die Straße den Berghang hoch gezogen hat, noch fünf Parklücken frei waren, und dass es dann ums Eck einen "echten" Parkplatz sogar mit ein paar freien Schattenplätzen (!) gegeben hat, konnte ja keiner wissen.

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