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Klöster und Kathedralen in Kutaisi

Nachdem die Religion in Georgien groß geschrieben wird, war es an der Zeit, einigen christlichen Stätten einen Besuch abzustatten. Genau das habe ich heute in und um Kutaisi gemacht.

Begonnen habe ich mit dem Gelati-Kloster, das früher nicht nur ein christliches Zentrum, sondern auch eine wichtige mittelalterliche Lehrstätte war. Heute ist es für seine farbenfrohen Freskos (aus dem 12. bis 18. Jahrhundert) bekannt. Außerdem ist es bei Georgiern für private kirchliche Feierlichkeiten sehr beliebt – zumindest am Samstag: In der kurzen Zeit, die ich dort war, haben gleich zwei Hochzeiten und eine Taufe stattgefunden. Wenn mich nicht eine Führerin aufgegabelt(*) und herumgeführt hätte, hätte ich mich ja gar nicht in die Kirche hinein getraut. Sie ist aber unbeirrbar hineinspaziert und hat mir ungeniert die Fresken erklärt. So habe ich aber auch Teile des Klosters gesehen, wo ich alleine nie hinein gegangen wäre.

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Jungfrauen-Kathedrale

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Kirche des Heiligen Georg

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Motsameta-Kloster

Danach bin ich weiter zum Motsameta-Kloster spaziert, das sehr pittoresk auf einer Klippe über dem Fluss Tskhaltsitela liegt – und für Hochzeiten mindestens genauso beliebt ist wie das Gelati-Kloster. Nachdem dort die Kirche aber tatsächlich während einer Trauung geschlossen bleibt, kann ich sonst nicht viel dazu sagen.

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Bagrati-Kathedrale

Abschließend habe ich noch zur Bagrati-Kathedrale direkt in Kutaisi geschaut, die die größte Überraschung parat hatte: Gerechnet habe ich mit einer um 1000 erbauten, im Jahre 1692 von den Türken jedoch teilweise zerstörten Kathedrale, gefunden habe ich ein komplett neues Gebäude! Zwar spricht mein Reiseführer von Renovierungsplänen, aber offensichtlich war die Neuauflage von 2012 schlecht recherchiert, denn damals waren die Arbeiten schon in vollem Gange. Ganz fertig sind sie aber noch nicht, was zu der etwas komisch anmutenden Situation geführt hat, dass während der Abendmesse, die gerade im Gange war, als ich vorbei geschaut habe, ein Arbeiter den Boden vor dem Altar mit der Spitzhacke bearbeitet hat.


(*) Sie hat tatsächlich mich aufgegabelt, und einfach begonnen, mir (auf deutsch!) das Kloster zu zeigen. Am Ende wollte sie natürlich Geld dafür – auf freiwilliger Basis, versteht sich.

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