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New York, the Windy City?

Ich habe die vergangenen drei Tage in New York verbracht – nur drei Tage, kann man fast sagen, denn für die Fülle an Sehenswürdigkeiten im Big Apple ist das ja wahrlich nicht viel. Dazu kommt, dass das Wetter nicht ideal war: zwar besser als befürchtet (nur ein halber Tag Regen statt die ganze Zeit), aber es hat (bis auf den letzten halben Tag) immer ein eiskalter Wind geblasen.

Ich habe mich davon aber nicht unterkriegen lassen. Außerdem muss man bei seinem siebenten Besuch in der Stadt ja nicht mehr alles noch einmal gesehen haben, sondern kann sich die neuen Sehenswürdigkeiten sowie die persönlichen Favoriten herauspicken – und genau das habe ich gemacht.

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Times Square

Begonnen habe ich (abgesehen vom kurzen Spaziergang vom Rockefeller Center zum Times Square am ersten Abend, um mich nach dem Transatlantik-Flug noch lange genug wachzuhalten) mit einer alten Bekannten: der Staten Island Ferry. Allerdings hatte die auch etwas Neues zu bieten, nämlich den Blick auf die aktuelle Skyline, bereits mit dem neuen World Trade Center (siehe Titelbild). Und eine Gratis-Cruise an der Freiheitsstatue vorbei ist ja auch nicht zu verachten.

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Staten Island Ferry

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Freiheitsstatue

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High Line

Außerdem habe ich mich den New Yorker Parks gewidmet: allen voran natürlich meinem Liebling Central Park, aber auch der neuen High Line. Dieser Park wurde in den letzten zehn Jahren auf einer aufgelassenen Eisenbahn-Hochstrecke errichtet, und hat das ganze Viertel enorm aufgewertet: Rund um den Park schießen die neuen (Luxus-)Appartements nur so aus dem Boden, zum Beispiel ein von Zaha Hadid designerter Glaspalast, komplett mit Badewannen hinter großen Glasfronten mit direktem Blick auf die High Line – g’schamig darf man als Käufer halt nicht sein.

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High Line


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Central Park

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Brooklyn Bridge

Auch meiner alten "Hood", Brooklyn, habe ich natürlich einen Besuch abgestattet: Ich bin über die Brooklyn Bridge bis nach Brooklyn Heights spaziert.

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Manhattan Bridge in Brooklyn

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Blick von Brooklyn Heights

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9/11 Memorial

Den Höhepunkte habe ich mir aber bis zum Schluss aufgehoben: das neue World Trade Center. Am Platz der alten Twin Towers, zu Füßen des neuen World Trade Center, wurden zwei große, schwarze Pools errichtet, um deren Rand sich Metallplatten mit den Namen der Opfer ziehen, und so das 9/11 Memorial bilden. Bei der langen Liste an Namen wird einem erst so wirklich bewusst, wie viele Opfer diese Anschläge gefordert haben.

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WTC 1 & Oculus

Gleich daneben ragt aber, wie gesagt, das neue WTC 1 in die Höhe, begleitet vom futuristischen Shopping-Center/Lokalbahnhof Oculus. Dort liegt der Fokus wieder mehr auf Vergnügen: In den Etagen 100 bis 102 des ingesamt 1776 Fuß(*) hohen WTC 1 (in rund 380 Metern Höhe) befindet sich das One World Observatory, das großartige Blicke auf New York bietet. Ich hatte auch noch das Glück, mir den besten Tag mit extrem guter Fernsicht ausgesucht zu haben. Da hat es dann gar nichts ausgemacht, dass ich (um ja rechtzeitig vor Sonnenuntergang oben zu sein, auch bei langen Schlangen) bereits im Vorfeld ein Ticket für 17:00 Uhr reserviert habe. Ich war dann, wie verlangt, eine Viertelstunde zuvor dort – und bin praktisch sofort drangekommen, ja sogar alleine im Aufzug nach oben gefahren. So konnte ich aber wenigstens in Ruhe die nette Animation auf den aufzughohen Bildschirmen verfolgen, die während der Fahrt hinauf die Umgebung im Laufe der Zeit (von Beginn der Besiedelung bis heute) zeigen.

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Manhattan

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Queens

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Brooklyn

Im Endeffekt war ich dann sogar schon vor 17:00 Uhr oben, aber bei der grandiosen Aussicht habe ich trotzdem auf den Sonnenuntergang gegen 20:00 Uhr gewartet – und mir ist nicht fad geworden dabei. Und nachdem es sich um eine verglaste Aussichtsterasse handelt, war der eisige Wind zumindest in diesen drei Stunden auch kein Problem.

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Queens & Brooklyn

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Manhattan


(*) Wenn man nur ein bisschen mit der amerikanischen Geschichte vertraut ist, wird man die Symbolik unweigerlich erkennen.

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