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Briefträger Bernhard

Wie bereits erwähnt, habe ich drei Postkarten aus der Post Office Bay mit nach Österreich gebracht. Die Zustellung der beiden im Raum Wiener Neustadt habe ich mit einem Radausflug kombiniert.

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Fabrikruine nahe Guntramsdorf

So bin ich gestern mit der U-Bahn in den Süden Wiens gefahren und habe von dort den Thermenradweg nach Wiener Neustadt genommen. Dieser Radweg ist Teil des EuroVelo-Netzwerks und daher gottseidank gut ausgeschildert. Nur in Guntramsdorf habe ich anscheinend eine Hinweistafel übersehen und habe den Ort auf der Hauptstraße durchquert. Sonst führt dieser Radweg aber großteils durch Wiesen und Felder – abgesehen von einer Überquerung der Südautobahn, der Durchquerung des Industriezentrums NÖ-Süd und einem kurzen Stück entlang einer vierspurigen Landstraße zur Umfahrung eines militärischen Sperrgebiets.

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Wiener Neustädter Kanal

Den Großteil der Strecke folgt der Radweg dem Wiener Neustädter Kanal, der eben von Sträuchern, Bäumen, Wiesen und Feldern gesäumt ist. Nur am Anfang (nahe Guntramsdorf) finden sich zumindest am rechten Kanalufer manch (alte und neue) Industriegebäude. Ansonsten ist der Weg wirklich sehr idyllisch – und nahezu eben, was mir Flachlandradler auch entgegenkommt.

So war ich sogar schneller als gedacht in Wiener Neustadt. Die Zustellung der Karte dort war jedoch recht unspektakulär: Zwei Kinder im Unterstufen-Alter haben vor dem Haus gespielt, und denen habe ich die Karte (nach einer kurzen Erkundigung, ob ich hier richtig sei) überreicht. Sie haben sich zwar höflich bedankt, aber das war dann schon unsere gesamte Unterhaltung.

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Blick von Wiener Neustadt in Richtung Alpen

Zur Zustellung der zweiten Karte bin ich dann noch in einen Nachbarort weitergeradelt (über einen kleinen Feldweg, der nahezu ebenso pittoresk gelegen ist wie der Thermenradweg). Dort angekommen habe ich jedoch den Empfänger leider nicht angetroffen, sodass ich die Postkarte (mit einer kleinen Notiz) im Briefkasten hinterlassen musste.

Nach dem Zurückradeln nach Wiener Neustadt hat es mir dann gereicht, und ich bin mit dem Zug nach Wien zurückgekehrt – sowohl meine Wadeln, mein Hintern, als auch mein Schädel haben es mir gedankt (ich habe doch etwas Sonne abbekommen).

Doch nachdem aller guten Dinge drei sind, habe ich heute noch die Zustellung der dritten Ansichtskarte in Angriff genommen. Da diese nach Wien gegangen ist, war die Radroute allerdings weniger aufregend. Am Ziel angekommen, war ich zunächst etwas überrascht. Angesichts der dreistelligen Türnummer hätte ich mit einem großen Wohnblock gerechnet, doch ich bin vor einem zweistöckigen, holzverkleideten Haus gestanden: laut Aufschrift ein "PopUp dorm". Das wäre ja noch kein Problem gewesen, wenn es so etwas wie eine Gegensprechanlage (oder zumindest eine Klingel) gegeben hätte. Das Einzige, was ich jedoch finden konnte, war ein kleines Kästchen zur Eingabe eines Nummerncodes an der Tür. Es hat darauf zwar auch einen Klingelknopf gegeben, aber nichts was nach Lautsprecher oder Mikrophon ausgeschaut hat. Dementsprechend hat auch mein Versuch, bei der betreffenden Türnummer zu läuten, nicht gefruchtet. Ich habe dann noch einige Minuten gewartet, aber leider ist niemand vorbeigekommen, der mir die Tür aufgemacht hätte. Zwar habe ich noch auf der Seite einen offenen (Not-)Ausgang entdeckt, doch wollte ich dann doch nicht möglichst "unauffällig" übers Gras zu diesem hinschleichen – vor allem angesichts der Polizeistation direkt gegenüber und der Dame vom Nachbarhaus, die mich zuvor schon (wie mir schien) etwas skeptisch beäugt hat, habe ich das für eher unklug gehalten.

So habe ich nun mit meinen drei Karten also praktisch alle Zustellmöglichkeiten abgedeckt:

  1. von Person zu Person,
  2. persönlich im Briefkasten hinterlegt, und
  3. per ordinärer Post (denn darauf wird es für die dritte Karte wohl hinauslaufen).

2 Gedanken zu „Briefträger Bernhard“

  1. Hi Bernie – great that you delivered two of your postcards by hand! I collected two from the barrel and posted them when I got home. I also sent two myself, but only got 1 back (so far)….was my mum’s, which she was very happy to receive. Good job I bought a Blue Footed Boobie one in Santa Cruz to display at home, as the other was addressed to me! Hope all is good with you anyway!

    1. Hi Elizabeth,

      I would have loved to deliver all three of them personally, but it was not to be. :-/

      I am still waiting for the ones I posted to be delivered, though. Apparently, there are more English tourists coming to Post Office Bay than Austrian ones. 😉

      But all is well here in Austria, thanks for asking – though I miss snorkeling with sharks and turtles. BTW, it was really nice to see all your pictures (and Richard’s) on Facebook. That keeps the memory alive. 🙂

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