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Plan B in Bürs und Brand

Heute hat der Regen schließlich doch zugeschlagen, und mir somit einen Strich durch die Rechnung gemacht: An meine geplante Wanderung auf Mondspitze und Schillerkopf, zwei Gipfel über Bludenz, war nicht zu denken. Allerdings muss ich zugeben, dass ich mir ohnehin nicht sicher bin, ob ich einen dritten Tag mit rund 1000 Höhenmetern wirklich so gut überstanden hätte. So habe ich ein paar Regenpausen genützt, um mir den Alvierbach (samt seiner geologischen Besonderheiten) ein wenig anzusehen.

Begonnen habe ich mit der Bürser Schlucht, die zwar vielleicht nicht so eng ist wie etwa die Tscheppaschlucht oder die Raggaschlucht (die ich auf meinen letzten Urlauben besucht habe), aber durchaus auch sehr pittoresk. Der Alvierbach hat sich dort seit dem Ende der letzten Eiszeit (vor rund 10 000 Jahren) bis zu 200 Meter tief in seinen eigenen Schotter, das sogenannte Bürser Konglomerat, eingegraben. Geologisch gesehen ist die Schlucht also sehr jung.

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Bürser Schlucht

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Kuhloch

Auf dem Rückweg kommt man noch an einer geologischen Besonderheit vorbei, dem sogenannten Kuhloch. Dabei handelt es sich um eine mittlerweile trockene Klamm, die ebenso vom Alvierbach gegraben wurde, und zwar während der letzten Eiszeit (als der Bach vom Illgletscher blockiert wurde). Heutzutage kann man trockenen Fußes durch die kleine Klamm wandern – vorausgesetzt, es regnet nicht zu stark. Diesbezüglich hatte ich aber ziemliches Glück: Den stärksten Regenschauern bin ich im Wald bzw. beim Jausnen schon wieder zurück im Auto entkommen.

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Kesselfall

Trotz des eher widrigen Wetters habe ich mich entschieden, noch ein wenig flussaufwärts nach Brand(*) zu fahren, um von dort den kurzen Spaziergang zum Kesselfall zu unternehmen. Hier stürzt der Alvierbach zirka 40 Meter tosend über eine (wieder von ihm selbst gegrabene) Felsstufe. In weitere Abenteuer habe ich mich dann nicht mehr gestürzt, sondern bin gemütlich in mein nächstes Quartier weitergefahren. Mal schauen, wie dort das Wetter mitspielt in den nächsten Tagen…

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Brandnertal

(*) Ortsnamen mit "B" am Anfang scheinen hier in der Gegend überhaupt in zu sein: Bereits am Hinweg bin ich an Braz und Bings vorbei- und durch Bludenz durchgefahren.

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