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El Salvador wie es sein soll

Die letzten vier Tage habe ich in Santa Ana verbracht und eher das El Salvador kennengelernt, das ich mir im Vorfeld vorgestellt habe.

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Santa Ana

Die Stadt Santa Ana selbst war dabei nicht das Highlight: Sie hat zwar eine sehr beeindruckende Kathedrale, aber das war es mehr oder weniger schon wieder. Auffallend war nur noch, dass die Straßen mit Einbruch der Dunkelheit praktisch menschenleer sind. Unser Herbergsvater hat uns aber versichert, dass es trotzdem sicher sei, zu Fuß zum Abendessen in ein Restaurant zu spazieren.

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Volcán Santa Ana

Ich habe die Stadt vielmehr als Basis für Tagesausflüge genutzt. Der erste hat mich zum Vulkan Cerro Verde geführt, von wo aus ich den Vulkan Santa Ana bestiegen habe. Leider war das auch mit einiger Warterei verbunden: Es gibt nur zwei Busse pro Tag, die schon einmal rund zwei Stunden pro Richtung brauchen. Fahrplanbedingt kommt man bereits kurz nach 9:30 Uhr an, die geführte Wanderung beginnt allerdings erst um 11:00 Uhr (und auf eigene Faust darf man sie nicht machen). Erst vor Ort habe ich erfahren, dass die Wanderung bei Regen überhaupt abgesagt wird – und es sind doch einige Wolken herumgezogen. Ebenso unbekannt war mir, dass bis zu 200 Personen pro Tag zu dieser Wanderung erscheinen. Wir sind dann gottseidank nur in einer Gruppe von rund einem Zehntel dieser Größe losmarschiert. Weil es der Führer wieder einmal sehr eilig hatte, sind wir den Berghang mehr oder weniger hochgehetzt, hatten dafür dann aber eine gute halbe Stunde am Gipfel Zeit. Leider war nur der Blick in den Krater (der auch schon sehr beeindruckend war) einigermaßen ungestört; den Rundblick haben die Wolken aber verhindert. So konnten wir uns nur am blauen Kratersee ergötzen. Auch die Vegetation entlang des Wanderwegs hat eine schöne Kulisse abgegeben.

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Volcán Santa Ana

Nach der Wanderung mussten wir leider erneut eineinhalb Stunden auf den Bus warten, der wieder zwei Stunden für die gut 40 Kilometer lange Strecke gebraucht hat.

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Wohnhaus einer Familie

Am nächsten Tag habe ich die Ausgrabungen von Joya de Ceren besucht. Diese Stätte ist so etwas wie das Pompeji der Maya, da man dort die Überreste der Wohngebäude der einfachen Bevölkerung zu sehen bekommt, die bei einem Vulkanausbruch verschüttet worden sind. Es war sehr interessant, auch diesen Aspekt der Maya-Geschichte ein wenig kennenzulernen.

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Haus einer Schamanin

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Schlafquartier


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Mais

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Kakaobohnen

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Juayua

Abschließend habe ich heute einen Ausflug zur Ruta de las Flores, einer Reihe von kleinen Städtchen in den Bergen, gemacht. Mein erster Stopp war in Juayua. Die Stadt war wenig aufregend, in der Nähe gibt es aber einen netten Wasserfall, zu dessen Fuß man in einem künstlich angelegten Becken baden kann. Leider ist der Weg dorthin anscheinend zu gefährlich um ihn alleine zu gehen; man muss vielmehr mit Begleitschutz der Touristenpolizei unterwegs sein. Die macht das gegen ein kleines Trinkgeld auch gerne. Wenn der einzige Guard, der gerade Dienst hat, unterwegs ist, kann man ihn (und seinen Schützling) aber auch per Tuk-Tuk einholen – das ist anscheinend sicher genug.

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Chorros de la Calera

Das Wasser war dann zwar überraschend kalt, aber trotzdem schön zum Baden. Vom ersten Becken führt auch ein 100 Meter langer, wasserführender Kanal durch den Fels zu einem weiteren Becken, wobei noch rund 20 Zentimeter Luft über dem Wasser bleibt. Unser Begleiter hat gemeint, dass wir problemlos da durchschwimmen bzw. -waten können, also haben wir das auch versucht. Die Strömung war recht stark und hat uns ordentlich angetrieben – bis wir plötzlich vor einer Stelle waren, wo wir komplett hätten untertauchen müssen. Wir konnten aber nicht ausmachen, wie weit wir hätten tauchen müssen und haben uns daher nicht mehr weitergehen getraut. Stattdessen haben wir uns gegen die Strömung wieder zurückgekämpft – zwar anstrengender, aber sicher.

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Wandmalerei in Apaneca

Nach diesem gemeinsamen Abenteuer sind wir dann auch die anderen Orte der Ruta de las Flores abgefahren. Die zweite Station war Apaneca, das zwar ein paar schöne Bilder an den Hauswänden vorweisen konnte, sonst aber (bis auf ein paar Sandler) stellenweise gespenstisch leer war.

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Ataco

Die letzte Station, Ataco, hat und da schon besser gefallen. Auch dort gibt es viele Wandmalereien mit den unterschiedlichsten Themen, viele davon echt kunstvoll gestaltet – und vor allem sehr bunt. Mit belebten Straßen sowie einigen Cafés und Restaurants wirkt das Städtchen aber auch sonst viel einladender als Apaneca. Leider hatten wir nicht mehr viel Zeit zur Erkundung: Es war schon eher spät, und wir wollten beide vor Sonnenuntergang in Santa Ana sein – unabhängig davon, was mein Herbergsvater auch sagen möge.

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Wandmalerei in Ataco

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